Mike Tindalls Nationalmannschafts-Karriere ist wohl beendet. Das berichten englische Medien.

Der 33-Jährige wurde nach einer Verletzung nicht in das Aufgebot der "English Roses" berufen und wird wahrscheinlich auch nicht wieder zurückkehren.

Als offizielle Gründe werden Tindalls Alter und eine langwierige Verletzung angegeben, doch unter vorgehaltener Hand sprechen Experten davon, dass dem Ex-Kapitän diverse Eskapaden, während der Weltmeisterschaft in Neuseeland zum Verhängnis wurden.

Vor allem die "Busen-Gate"-Affäre hatte Anfang Oktober hohe Wellen geschlagen. Dabei wurde Tindall beim "Zwergen-Werfen" und einem Tête-à-tête mit seiner Ex-Freundin Jessica Palmer in einer Bar fotografiert. Sechs Wochen zuvor hatte der Engländer, unter großem Medienrummel die Großenkelin der Queen, Zara Phillips, geheiratet.

Der Skandal wurde von Trainer Martin Johnson in Anbetracht der kommenden Spiele noch unter den Tisch gekehrt: "Bei dem Druck, den man bei der WM hat, muss man Gelegenheit haben, solche Dinge zu tun, sich zu amüsieren und Druck abzulassen", sagte der Übungsleiter damals.

Doch Tindalls Versuch auf dem Heimflug nach England den Bier-Rekord von Australiens Cricket-Star David Boon einzustellen (Anm. d. Red.: 52 Dosen), war den englischen Verantwortlichen nun wohl doch zu viel.

Der Präsident der Rugby Football Union, Rob Andrew, sagte am Freitag: "Mike Tindalls Aktionen erreichten bei der WM ein Level, dass für einen erfahrenen englischen Nationalspieler absolut inakzeptabel ist."

Und auch die Rugby Players Association sprach von einem "außergewöhnlichen und beispiellosen Fehlverhalten."

Der 75-maligen Nationalspieler wurde deshalb am Freitag mit einer Strafe von 25.000 Pfund (29.215 Euro) belegt.