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Am Sonntag kann bereits die Entscheidung bei der Schach-WM in Bonn fallen © getty

Schon wieder Remis, aber Titelverteidiger Viswanathan Anand verteidigt im Anschluss seine wenig risikoreiche Spielweise.

Bonn - Weltmeister Viswanathan Anand steht bei der Schach-WM kurz vor dem Ziel und kann am Sonntag die erfolgreiche Titelverteidigung perfekt machen.

Mit aggressivem Spiel erreichte der Inder in der achten Partie gegen seinen russischen Herausforderer Wladimir Kramnik das angestrebte Remis mit Schwarz und führt nun mit 5,5:2,5 Punkten.

Ein Sieg mit Weiß nach dem Ruhetag würde das Duell in der Bonner Bundeskunsthalle vorzeitig beenden.

Wenig risikoreiche Spielweise

Kramnik verteidigte im Anschluss seine wenig risikoreiche Spielweise. "Es ergibt einen Sinn, bei einem Rückstand etwas zu riskieren, aber es ergibt keinen Sinn, wie ein Idiot zu verlieren", erklärte der 33-Jährige: "Ich habe zum ersten Mal die etwas bessere Position im Match gehabt, konnte aber keinen Weg finden, hier Gewinn bringend anzugreifen."

Nach der Eröffnung durch den Bundesfinanzminister und WM-Schirmherrn Peer Steinbrück, der im gut besuchten Spielsaal Kramniks Damenbauern auf d4 zog, wählte Anand die Wiener Variante des Damengambits.

Trotz einer weiteren Neuerung (Läufer auf b5 im 10. Zug) des Inders lag Weiß nach 20 Zügen leicht im Vorteil, Schwarz kompensierte seine etwas schlechtere Bauernstruktur durch die aktiveren Figuren.

Partie dauert 39 Züge

So bahnte sich das Remis schon früh an, nach 39 Zügen und 3:37 Stunden Spieldauer war es schließlich perfekt. Der Spieler, der zuerst 6,5 Punkte erreicht, ist Weltmeister.

Bei einem 6:6 wird der Sieger der ersten Schach-WM auf deutschem Boden seit 1934 am 2. November im Tie-Break ermittelt.

Unabhängig vom Ausgang erhalten Anand und Kramnik je 600.000 der 1,5 Millionen Euro Preisgeld, 300.000 Euro gehen an den ausrichtenden Weltverband FIDE.

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