Der zweimalige Weltmeister Paul Biedermann hat sich nach dem Verbot der High-Tech-Anzüge noch nicht damit abgefunden, dass er bei der Ausübung seines Sports wieder mehr Haut zeigen muss. "Ich finde mich nicht schön", sagte Deutschlands Sportler des Jahres im Gespräch mit der "Welt am Sonntag".

Für den Zuschauer sei es aber "sicher schöner, auf nackte Haut zu gucken", und schließlich habe ja auch der vieldiskutierte "Wunderanzug" Nachteile gehabt. "Bei der WM in Rom habe ich mich gefühlt wie die Wurst in der Pelle, weil ich 45 Minunten brauchte, um das Ding überzuziehen", sagte Biedermann.

Die mit dem Anzug erzielten Weltrekorde vermisst der 23-Jährige allerdings: "Das Auto ist dasselbe, nur der Turbo fehlt. Das ist nicht motivierend." Biedermann plädiert in der Frage der optimalen Wettkampfbekleidung eines Schwimmers für einen Mittelweg:

"Es sollten wieder Schwimmanzüge aus textilen Stoffen zugelassen werden. Dann haben wir auch wieder eine Chance, an die Weltrekorde heranzukommen."

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