Der "Fall Munoz" schlägt in Ungarn hohe Wellen. Eigentlich hätte, Weltrekordler Rafael Munoz aus Spanien über die 50-m-Schmetterling gar nicht starten dürfen, denn in den zurückliegenden neun Monaten hatte er drei Dopingtests verpasst.

Das zieht im Normalfall eine Sperre von zwei Monaten bis zu zwei Jahren nach sich. Das Doping-Panel des Weltverbandes FINA erkannte nach einem Gespräch mit Munoz kurz vor der EM allerdings dessen Entschuldigung an.

Munoz hatte seinen "psychischen Zustand" als Begründung geltend gemacht, kam um eine Sperre herum und bekam grünes Licht für die EM.Munoz mag zu all dem in Budapest keine Stellung beziehen.

"Ich habe das alles hinter mir gelassen", sagt der 22-Jährige nur.Doch es könnte ein Nachspiel geben.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA will sich die Unterlagen von der FINA zuschicken lassen und lässt sich einen Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS offen.

Es ist nicht auszuschließen, dass die Richter dort zu einem anderen Ergebnis kommen als die FINA - und Steffen Deibler nachträglich Bronze erhält.

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