Der Tod des Amerikaners Francis Crippen beim Langstrecken-Weltcup der Schwimmer in Fudschaira (Vereinigte Arabische Emirate) muss möglichst bald Regeländerungen nach sich ziehen. Das fordert Rekord-Weltmeister Thomas Lurz aus Würzburg, der das Rennen gewann und die Tragödie hautnah miterlebte.

"Es muss beim Freiwasserschwimmen eine Obergrenze für die Wassertemperatur geben", sagte der 30-Jährige: "Einen Marathon läuft man ja auch nicht um die Mittagszeit." Das Wasser in Fudschaira sei mit über 30 Grad Celcius extrem warm gewesen: "Viele Schwimmer hatten damit ein ernsthaftes Problem, einige klagten anschließend über Schwindel und Wahrnehmungsstörungen."

Zudem forderte Lurz eine Lockerung der Regel, wonach ein Schwimmer jedes Weltcup-Rennen einer Saison beenden muss, um am Ende Punkte für die Weltrangliste und Preisgeld zu bekommen. "Fran Crippen war ein Vollblutsportler. Er wollte mit Sicherheit unbedingt irgendwie das Ziel erreichen, er hätte niemals aufgegeben. Das hat ihn wahrscheinlich das Leben gekostet", sagte Lurz.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel