Ausrichter für die Schwimm-EM 2012 verzweifelt gesucht: Mit einem Aufruf an seine Mitgliedsverbände bemüht sich der europäische Schwimm-Verband LEN um einen Gastgeber für die Europameisterschaften im Jahr der Olympischen Spiele.

Auf einen Brief vom Deutschen Schwimm-Verband (DSV) wird die LEN aber vergeblich warten. "Das packen wir nicht in der Kürze der Zeit und bei den Problemen der Terminfindung", sagte DSV-Generalsekretär Jürgen Fornoff.

Der DSV bereite vielmehr derzeit eine Bewerbung um die EM 2014 in Berlin vor. Dort will Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen möglicherweise ihre Karriere beenden.

Wegen London 2012 soll oder muss die EM bereits im Frühjahr stattfinden, so wie 2008 in Eindhoven (März) oder 2004 in Madrid (Mai). Den Athleten passt ein solcher Termin jedoch nicht ins Konzept, da er in die Olympia-Vorbereitung fallen würde.

Folglich besteht die Gefahr, dass viele Stars auf die EM verzichten. "Da werden bestimmt viele absagen", glaubt Fornoff. Ein Argument mehr für ihn, auf eine Bewerbung zu verzichten.

Zudem habe der DSV 2011 genügend organisatorische Aufgaben wegen des 125-jährigen Verbands-Jubiläums zu bewältigen. "Die Feierlichkeiten ziehen sich über das ganze Jahr", erklärte Fornoff.

An der EM 2012 war zunächst Wien stark interessiert, doch nach einem Wechsel in der Lokalpolitik hat sich die Situation dort grundlegend geändert. Da half auch der organisatorische Anreiz nichts, dass die LEN das Freiwasserschwimmen ausgliedern würde.

Es gebe laut LEN-Vizepräsident Tamas Gyarfas sogar die Möglichkeit, auch das Wasserspringen an einen anderen Ort zu vergeben.

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