Die zweimalige Weltmeisterin Angela Maurer hat zwei Tage vor dem Weltcup-Auftakt der Langstreckenschwimmer am Sonntag in Santos (Brasilien) den Schwimm-Weltverband FINA heftig krisitiert.

"Auch wenn ich es beileibe nicht hoffen will, aber vielleicht muss noch jemand von uns absaufen, dass sich wirklich etwas verändert", sagte die 35-Jährige zu "sport.zdf.de" in Anspielung an den Tod des US-Amerikaners Francis Crippen.

Crippen war im Oktober des vergangenen Jahres während eines 10-km-Rennens in Fudschaira (Vereinigte Arabische Emirate) verstorben und erst zwei Stunden nach Ende des Rennens leblos im Wasser gefunden worden.

Als Todesursache wurde angesichts einer Wassertemperatur von über 30 Grad Celsius Ertrinken in Folge eines Hitzschlags angekündigt.

Die Athleten hatten daraufhin drastische Regeländerungen gefordert, unter anderem eine zulässige Wasserhöchsttemparatur und eine größere Anzahl an Begleitbooten.

"Ich finde es enttäuschend, dass man sich nur halbherzig um unsere Sicherheit kümmert. Es geht hier schließlich um Menschenleben", sagte Maurer, nachdem der Weltverband die Forderungen der Athleten bisher weitgehend ignoriert hat.

Der Todesfall Crippen verkommt dagegen immer mehr zu einer Farce. Erst vor zehn Tagen leitete die eigens für den Fall gegründete Task Force den Untersuchungsbericht an die Funktionäre der FINA weiter, die ihn mit der Bitte um Überarbeitung allerdings umgehend zurückschickten.

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