Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen hat bei der Schwimm-DM in ihrer Heimatstadt Berlin ihre erste Niederlage kassiert.

Im Vorlauf auf ihrer Nebenstrecke 200 m Freistil, die sie bei einem großen Wettkampf zuletzt im Jahr 2007 geschwommen ist, musste sich die 27-Jährige als Zweite in 1:59,25 Minuten wie erwartet der starken Vize-Europameisterin Silke Lippok (1:57,42) geschlagen geben.

Die erst 17 Jahre alte Titelverteidigerin brach zwar den 16 Jahre alten deutschen Altersklassenrekord von Schwimm-Idol Franziska van Almsick, scheiterte aber an der WM-Normzeit (1:56,98). Die will die Pforzheimerin nun im Endlauf knacken: "Wenn es um etwas geht, dann wirds hoffentlich noch einmal etwas schneller."

Steffen, die die 200 m Freistil lediglich zum Formaufbau schwamm und auf einen Finalstart verzichtet, war dagegen frustriert. "Ich bin enttäuscht, ich hätte mehr erwartet", sagte Steffen und musste von Freund Paul Biedermann getröstet werden. Über Lippok schwärmte die Doppel-Weltmeisterin von Rom dagegen: "Silke ist europäische Spitze, vielleicht sogar Weltspitze."

Wenige Minuten später gab sich Steffens Freund Paul Biedermann keine Blöße. Der Doppel-Weltmeister aus Halle/Saale zog über 200 m Freistil in 1:48,36 Minuten als Vorlaufzweiter hinter Lokalmatador Tim Wallburger (1:48,34) locker ins Finale ein. "Das Rennen war okay, so langsam komme ich in den Wettkampf", sagte der 24-Jährige.

Überzeugen konnte auch der Essener Jan David Schepers (1:59,03), der bereits im Vorlauf über 200 m Lagen die WM-Normzeit unterbot. Sollte der 20-Jährige im Endlauf Platz eins oder zwei belegen, ist ihm das WM-Ticket sicher.

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