Erste Niederlage für eine enttäuschte Britta Steffen, drittes Finalticket für einen weiter kritischen Paul Biedermann:

Kurz vor den wichtigen Entscheidungen bei der Schwimm-DM in Berlin ab Freitag sorgten erneut die beiden deutschen Ausnahmeschwimmer für Schlagzeilen.

Doppel-Olympiasiegerin Steffen musste sich im Vorlauf auf ihrer Nebenstrecke 200 m Freistil, die sie bei einem großen Wettkampf zuletzt im Jahr 2007 geschwommen ist, als Zweite in 1:59,25 Minuten wie erwartet der starken Vize-Europameisterin Silke Lippok (1:57,42) geschlagen geben.

"Ich bin enttäuscht, ich hätte mehr erwartet", sagte die 27 Jahre alte Berlinerin. Über Lippok schwärmte die Doppel-Weltmeisterin von Rom: "Silke ist europäische Spitze, vielleicht sogar Weltspitze."

Paul Biedermann zog nach den 100 m und 400 m auch über 200 m Freistil in 1:48,36 Minuten als Vorlaufzweiter hinter Lokalmatador Tim Wallburger (1:48,34) locker ins Finale ein, bekräftigte aber seine Kritik am Wettkampf-Modus der DM, für die er Tags zuvor einen Rüffel von der Verbandsführung erhalten hatte.

"Meine Meinung ist, dass man die Meisterschaften athletenfreundlicher machen kann. Aber das geht nur mit einem runden Tisch und nicht, wenn man von oben herab bestimmt", sagte er auf einer Pressekonferenz: "Das wäre den Sportlern gegenüber fairer."

Biedermann kritisiert, dass der Wettkampfmodus extra für die TV-Sender ARD und ZDF geändert wurde und sich deshalb von dem bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen unterscheidet.

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