Dem Kampf um die letzten WM-Tickets der Langstreckenschwimmer bei den deutschen Meisterschaften von Donnerstag bis Sonntag in Rostock steht anscheinend nichts mehr im Weg.

Nachdem es in den vergangenen Tagen Diskussionen über möglicherweise zu kaltes Wasser gegeben hatte, gab Trainer Stefan Lurz am Mittwoch Entwarnung: "Derzeit haben wir 19 Grad. Die Grenze bei den Volljährigen liegt bei 18 Grad. Mit 99,9-prozentiger Sicherheit können die Wettkämpfe stattfinden."

Eine endgültige Entscheidung wird aber erst jeweils eine Stunde vor Rennstart getroffen.

In Rostock geht es für die deutschen Athleten um die letzten Tickets für die WM in Shanghai (16. bis 31. Juli). Thomas Lurz (Wiesbaden) und Angela Maurer (Mainz) sind als amtierende Weltmeister bereits für China qualifiziert und treten in Rostock nicht an.

Zudem sind Andreas Waschburger (Saarbrücken) und Isabell Donath (Erfurt) für die 10-km-Distanz in Shanghai gesetzt. "In Rostock geht es um die letzten Tickets für die 5 km und die 25 km", sagte Lutz Buschkow, Direktor Leistungssport des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV).

Die Diskussion um eine Absage der Meisterschaften war aufgekommen, nachdem am vergangenen Wochenende beim Weltcup im portugiesischen Setubal mehrere Athleten wegen der niedrigen Wassertemperaturen mit Tragen abtransportiert werden mussten. "Das war ein extrem hartes Rennen. Gewisse Grenzen dürfen nicht überschritten werden", sagte Thomas Lurz, der nach dem Tod des Amerikaners Francis Crippen im Oktober 2010 in Dubai trotz einiger Verbesserungen weitere Maßnahmen fordert:

"Beim Thema Sicherheit hat sich schon einiges getan, beispielsweise was die Anzahl der Begleitboote angeht. Aber bei den erlaubten Wassertemperaturen ist leider noch nicht viel passiert."

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