Gut drei Wochen vor dem Start der Schwimm-Weltmeisterschaften in Shanghai hat sich ein Dopingschatten über Brasiliens Olympiasieger Cesar Cielo gelegt.

Der WM-Titelverteidiger über 50 und 100 Meter Freistil ist der verbotenen Einnahme des harntreibenden Medikaments Furosemid überführt worden, erhielt vom brasilianischen Verband CBDA aber nur eine Verwarnung.

Der Fall wird jetzt an den internationalen Verband FINA weitergeleitet, der das Urteil noch revidieren und in eine Sperre bis zu zwei Jahren umwandeln kann.

Da Cielo nachweisen habe können, dass die verbotene Substanz ohne sein Wissen einer Koffein-Kapsel beigemischt wurde, die er als Nahrungsergänzungsmittel anfertigen lässt, verzichtete der CBDA auf eine Sperre: "Es gab keine Anzeichen von Schuld oder Fahrlässigkeit."

Allerdings wurden dem 50-m-Freistil-Olympiasieger von Peking die Resultate beim Meeting Anfang Mai in Rio de Janeiro aberkannt, bei dem die Dopingprobe entnommen worden war.

Cielo selbst erklärte, ein "ruhiges Gewissen" zu haben.

Neben Cielo sind noch drei weitere brasilianische Schwimmer positiv auf Furosemid getestet worden. Alle Athleten verzichteten auf eine B-Probe.

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