Zwei Wochen vor der WM in Shanghai sucht Superstar Michael Phelps noch immer seine Form.

Der Rekord-Olympiasieger aus den USA gewann zwar beim Canada Cup in Montreal die 200 m Freistil, blieb mit 1:47,46 Minuten aber fast eineinhalb Sekunden über seiner persönlichen Jahresbestleistung vom März.

"Auf den ersten 100 hatte ich es nicht richtig im Griff", sagte der 25-Jährige, der deutlich über der Zeit seines Rivalen Paul Biedermann von den deutschen Meisterschaften vor vier Wochen (1:45,72) lag.

"Normalerweise geht dieser Teil des Rennens für mich leichter", sagte Phelps, "eigentlich ist die Geschwindigkeit nie ein Problem für mich gewesen. Jetzt versuche ich auch noch, meine Ausdauer zurückzugewinnen. Das ist eine noch größere Herausforderung."

Schon vor zwei Wochen beim Grand Prix in Santa Clara im US-Bundesstaat Kalifornien hatte Phelps enttäuscht. Über 100 m Freistil und 200 m Schmetterling hatte er Niederlagen einstecken müssen.

Über seinen Leistungsstand hatte er danach gegrübelt: "Bevor ich ins Höhentrainingslager nach Colorado gegangen bin, war ich im Nirgendwo. Ich denke, dass ich jetzt irgendwo bin. Hoffentlich irgendwo auf dem richtigen Weg."

Phelps' großer Konkurrent Biedermann, der ihm vor zwei Jahren über 200 m Freistil den WM-Titel und den Weltrekord entrissen hatte, war zuletzt in Mailand mit 1:49,06 Minuten ebenfalls deutlich hinter seiner Jahresbestzeit geblieben.

Bei der WM in China (16. bis 31. Juli) kommt es auf dieser Strecke zur Revanche.

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