Der Internationale Sportgerichtshof CAS will im Fall des brasilianischen Olympiasiegers Cesar Cielo noch vor Beginn der Schwimm-Wettbewerbe bei der WM in Shanghai eine Entscheidung fällen.

Der CAS bestätigte am Mittwochabend, dass bei Cielo und drei seiner ebenfalls betroffenen Teamkollegen ein beschleunigtes Verfahren angewendet wird. Nach einer Anhörung in Shanghai am 20. Juli will das Schiedsgericht spätestens am 22. Juli eine Entscheidung fällen. Die Beckenwettbewerbe in der chinesischen Metropole beginnen am 24. Juli.

Der Schwimm-Weltverband FINA hatte beim CAS eine Sperre beantragt, nachdem der brasilianische Verband den Weltmeister über 50 und 100 m Freistil wegen der verbotenen Einnahme des harntreibenden Medikaments Furosemid nur verwarnt hatte.

Cielo hatte erklärt, er habe die verbotene Substanz ohne sein Wissen durch eine Koffein-Kapsel, die er als Nahrungsergänzungsmittel anfertigen ließ, zu sich genommen. Bis zu einer Entscheidung des CAS ist der 50-m-Olympiasieger von Peking nicht gesperrt.

Der Weltrekordler über 50 und 100 m liegt in der aktuellen Jahres-Weltbestenliste über 100 m Freistil hinter dem Frankfurter Marco di Carli auf Platz zwei. Auch seine Teamkollegen Henrique Barbosa, Nicholas Santos and Vinicius Waked waren positiv auf Furosemid getestet und nur mit einer Verwarnung belegt worden. Alle verzichteten auf eine B-Probe.

Am Freitag hatte der CAS bekannt gegeben, dass Cielo und sämtliche Parteien einem beschleunigten Verfahren zustimmen müssten. Ob dies nun tatsächlich geschehen ist, erwähnte der CAS am Mittwoch nicht.

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