Acht deutsche Schwimmer gehen bei der WM in Schanghai in Einzelrennen an den Start, obwohl sie die Normen des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) nicht erfüllt haben.

Tim Wallburger (Dresden/200 m), Clemens Rapp (Bad Saulgau/400 m) und Christian Kubusch (Magdeburg/800 und 1500 m) schwimmen die Freistilstrecken.

Auch Silke Lippok (Pforzheim/200 m Freistil), Daniela Schreiber (Halle/Saale/100 m Freistil), Jenny Mensing (Berlin/50, 100, 200 m Rücken), Sarah Poewe (Wuppertal/100 m Brust) und Sina Sutter (Essen/100 m Schmetterling) starten.

Bei der DM Anfang Juni in Berlin hatte die strenge Normvorgabe noch für Kritik gesorgt. Insgesamt hatten nur elf Athleten die geforderten Zeiten erreicht, der Hamburger Steffen Deibler holte die Qualifikation beim Meeting in Paris nach. Weil aber in Schanghai alle Staffeln an den Start gehen, wurden insgesamt 23 Schwimmer nominiert.

Auch die Stars Britta Steffen und Paul Biedermann hatten Probleme mit der Normerfüllung. Doppel-Olympiasiegerin Steffen (Berlin) schaffte nur über 50 m Freistil die geforderte Zeit, startet in Schanghai aber auch über die doppelte Distanz.

Doppel-Weltmeister Biedermann (Halle/Saale), der sich nur über 200 m Freistil qualifiziert hatte, verteidigt auch über die 400 seinen Titel. Der Frankfurter Marco di Carli, der in Berlin über 100 m Freistil an die Spitze der Weltrangliste geschwommen war, geht außerdem über eine Beckenlänge an den Start.

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