In den Freiwasser-Wettbewerben bei der Schwimm-WM in Shanghai setzten die Veranstalter auf High-Tech: Erstmals werden zwei Sonargeräte eingesetzt, um die Sicherheit für die Athleten zu erhöhen. Damit können Schwimmer unter der Wasseroberfläche geortet werden. Die neue Technik soll eine Tragödie wie beim Weltcup im vergangenen Oktober in den Vereinigten Arabischen Emiraten verhindern, als der Amerikaner Francis Crippen nach Herz-Kreislauf-Versagen starb.

Der gesamte 2,5 Kilometer lange Kurs vor dem Jinshan City Beach südlich von Shanghai wird durch das System überwacht, dass jede Sekunde ein Signal schickt. "Wir sehen sofort, ob jemand oder etwas untergeht und können Taucher dorthin schicken", sagte Ronnie Wong, Chef der Technischen Kommission für die Freiwasser-Wettbewerbe.

Crippen war kurz vor dem Ziel beim Zehn-Kilometer-Weltcup bei sehr hohen Wassertemperaturen gestorben. Niemand hatte bemerkt, dass er untergegangen war, sein Körper wurde erst zwei Stunden später gefunden. Auch am Jinshan City Beach ist das Wasser fast 30 Grad warm. Beim Frauen-Rennen über zehn Kilometer am Dienstagmorgen wurden 29 Grad gemessen.

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