Bei der WM in Shanghai feiern die Freiwasserschwimmer eine Premiere. Erstmals wird der Teamwettbewerb ausgetragen.

"Es ist wie das Mannschaftszeitfahren bei der Tour de France", erklärt Stefan Lurz, Trainer der deutschen Langstreckenschimmer, den Modus. Für jede Mannschaft gehen zwei Männer und eine Frau ins Wasser, die Teams starten mit einer Minute Abstand über die Fünf-Kilometer-Distanz, am Ende wird die schlechteste Zeit gewertet.

"Wir müssen das Mädchen so gut wie möglich nach vorne treiben", erläutert Rekord-Weltmeister Thomas Lurz vor dem WM-Debüt am Donnerstag (3.00 Uhr MESZ) die Taktik. Zusammen mit dem Würzburger gehen sein Klubkollege Jan Wolfgarten und die Heidelbergerin Isabelle Härle, die sich Anfang Juni noch die deutschen Meistertitel im Becken über 400, 800 und 1500 m Freistil holte, an den Start.

"Wichtig ist, genau die richtige Geschwindigkeit zu finden", sagt Lurz. Bei den letzten beiden Europameisterschaften wurden bereits Team-Medaillen vergeben. 2008 holte die Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) Bronze, 2010 verfehlte sie als Vierte das Podest. "Wir haben uns taktisch dumm angestellt", sagte Lurz damals.

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