Der brasilianische Olympiasieger Cesar Cielo und seine Landsleute Nicholas dos Santos und Henrique Barbosa dürfen bei bei der WM in Schanghai starten.

Dies entschied am Donnerstag der Internationale Sportgerichtshof CAS am Schauplatz der Titelkämpfe. Er bestätigte gegen das Trio die Verwarnungen, die der brasilianische Schwimm-Verband CBDA ausgesprochen hatte. Ein Jahr gesperrt wurde als Wiederholungstäter allerdings Vinicus Waked, ein vierter Brasilianer.

Cesar Cielo, Weltmeister und Weltrekordler über 50 und 100 m Freistil, hatte erklärt, das verbotene harntreibende Medikament Furosemid unwissentlich mit einer Koffeinkapsel eingenommen zu haben.

Bei den anderen drei Athleten war die gleiche Substanz nachgewiesen worden. Gesperrt wurde Waked, weil er bereits am 4. Februar 2010 eine zweimonatige Suspendierung wegen einer verbotenen Substanz erhalten hatte.

Weil Cielo vom brasilianischen Verband nur verwarnt worden war, hatte der Weltverband FINA den CAS angerufen und eine Sperre gefordert. Der CAS, repräsentiert durch Alan Sullivan (Australien/Präsident), Olivier Carrard (Schweiz) und Jeffrey Benz (USA), fällte sein Urteil nach einer mehrstündigen Anhörung am Mittwoch in Schanghai. Eine ausführliche Urteilsbegründung wird erst in den kommenden Wochen nachgereicht.

Der CAS hatte im Falle der vier Brasilianer, die auf die Öffnung der B-Probe verzichtet hatten, ein beschleunigtes Verfahren angewendet. Denn die Beckenwettbewerbe in der chinesischen Metropole beginnen am Sonntag (24. Juli).

Cielo liegt in der Jahres-Weltbestenliste über 100 m Freistil hinter dem Frankfurter Marco di Carli auf Platz zwei.

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