Nach einem erneuten unerklärlichen Rückschlag ist für Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen die Schwimm-WM in Schanghai bereits beendet.

Die Titelverteidigerin über 50 und 100 m Freistil verzichtete nach ihrem 16. Platz nach den Vorläufen über 100 m auf weitere Starts.

"Sie wird keine weiteren Wettkämpfe mehr bestreiten. Wir müssen sie schützen", sagte ihr Trainer Norbert Warnatzsch, nachdem die 27-Jährige in 54,86 Sekunden weit unter ihren Möglichkeiten geblieben war.

Schon zum Halbfinale am Donnerstagabend Ortszeit wird die Doppel-Weltmeisterin von 2009 nicht mehr antreten. Sie war zudem für die 50 m Freistil und die Lagenstaffel vorgesehen.

"Ich habe alles gegeben, was drin war. Es ging nicht mehr - leider", sagte die Berlinerin, "es ist unerklärlich. Ich war in einer Superform und sehr zuversichtlich."

Steffen blieb am Morgen über sieben Zehntel über ihrer Zeit von den deutschen Meisterschaften in Berlin (54,14), mit der sie die WM-Norm verpasst hatte.

Schon am Sonntag in der 4x100-m-Freistilstaffel war sie enttäuschende 54,51 Sekunden geschwommen und hatte ein Rätselraten über die Gründe für den Leistungseinbruch nach starker WM-Vorbereitung ausgelöst.

Sogar über eine mögliche Erkrankung war spekuliert worden. "Ich bin super gesund", sagte Steffen und war selbst ratlos: "Ich würde gerne Antworten liefern, aber ich habe selbst keine." Als 23. schied Daniela Schreiber in 55,24 aus.

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