Dorothea Brandt hat den Startverzicht der Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen auf die 50 m Freistil und die Lagenstaffel bei der Schwimm-WM in Shanghai verteidigt.

"Ich kann diese Entscheidung sehr gut nachvollziehen und unterstütze sie", sagte die Aktivensprecherin des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV).

"Sie ist Doppel-Olympiasiegerin und Weltrekordlerin. Das ist eine ganz andere Hausnummer. Wenn sie diese Entscheidung trifft, ist das ihr gutes Recht, und wir als Team haben die Pflicht, sie in Schutz zu nehmen", sagte Brandt.

Von der vorzeitigen Abreise Steffens habe die 27-Jährige am Donnerstagabend von der Teamleitung erfahren. "Dazu möchte ich aber noch nichts sagen, sondern erst mit Britta selbst sprechen", meinte sie.

Die Kritik, Steffen habe die Lagenstaffel mit ihrer Abreise im Stich gelassen, wies Brandt ebenfalls zurück: "Diesen Vorwurf sehe ich als völlig unbegründet an. Wäre sie die schnellste Freistil-Zeit geschwommen, wäre es nochmal etwas anderes gewesen", sagte Brandt und fügte an: "Sie war im Ranking aber nur auf Platz drei, und nach diesem Ranking wird die Staffel normalerweise auch aufgestellt."

Auf einer Abschlussbesprechung am Sonntag werde über das Thema sicherlich noch einmal gesprochen.

"Wir sind aber, anders als es öffentlich manchmal dargestellt wird, eine eingeschworene Gruppe. Wir kennen uns schon lange und halten sehr gut zusammen", sagte Brandt.

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