Bundestrainer Dirk Lange steht bei der Kurzbahn-DM in Wuppertal nicht mehr am Beckenrand, die Trennung vom Deutschen Schwimm-Verband (DSV) ist aber noch immer nicht endgültig vollzogen.

"Es gibt Verhandlungen mit der Zielsetzung, die Modalitäten eines Aufhebungsvertrages auszuhandeln. Ich erwarte in Kürze eine Regelung", sagte DSV-Leistungssportdirektor Lutz Buschkow und ergänzte mit Blick auf die Deutschen Meisterschaften am Wochenende in der Schwimmoper: "Ich gehe davon aus, dass er nicht hier sein wird."

Damit ist die wochenlange Hängepartie zwar noch nicht ganz beendet, der Bundestrainer Lange aber Geschichte. Der Hamburger, der das Amt im November 2008 übernommen hatte, besitzt einen Vertrag bis Ende 2012.

Ein Nachfolger soll bis zu den Olympischen Spielen 2012 in London nicht benannt werden. "Die Stelle wird nicht besetzt", sagte Buschkow.

Erst nach Olympia soll der Posten neu ausgeschrieben werden, dann ist auch die Verpflichtung eines Schwimm-Cheftrainers vorgesehen.

Dieser Job war Lange im vergangenen Jahr vorenthalten worden. Sein Verhältnis zu Buschkow gilt als zerrüttet. Bei der WM im Sommer in Shanghai hatten die Schwimmer mit nur fünf Bronzemedaillen die schlechteste Bilanz seit der Wiedervereinigung verzeichnet.

Zuletzt war spekuliert worden, dass Diagnostik-Bundestrainer Markus Buck den Fachbereich von Lange bis London übernehmen könnte. Wie die Bundestrainer-Aufgaben in den nächsten acht Monaten verteilt werden, will Buschkow erst nach einer Einigung mit Lange verkünden.

Als mögliche Nachfolger für die Zeit nach Olympia werden Essens Bundesstützpunkttrainer Henning Lambertz und Frank Embacher, Heimtrainer des WM-Dritten Paul Biedermann, gehandelt.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel