Die deutschen Schwimmer haben gelassen auf die Entmachtung von Bundestrainer Dirk Lange reagiert.

"Jetzt ist es endlich geklärt, und wir können uns wieder auf den Sport konzentrieren", sagte der dreifache WM-Dritte Paul Biedermann bei der Kurzbahn-DM in Wuppertal. `Für uns macht es keinen Unterschied", meinte Freistilschwimmerin Daniela Schreiber. Lange befindet sich mit dem Deutschen Schwimm-Verband (DSV) in Verhandlungen über eine Vertragsauflösung. In der Schwimmoper steht der Hamburger erstmals nicht mehr als Bundestrainer am Beckenrand.

"Natürlich ist es wichtig, einen Bundestrainer zu haben, mit dem man sich versteht", sagte Biedermann, "aber mein Trainer ist mein wichtigster Ansprechpartner." Biedermanns Heimtrainer Frank Embacher gilt als einer der Kandidaten auf die Lange-Nachfolge nach den Olympischen Spielen 2012 in London.Bis Olympia wird die Stelle nicht neu besetzt.

"2009 hatten wir auch nicht wirklich einen Bundestrainer, und wir haben trotzdem ganz gut abgeschnitten", sagte Biedermann mit Blick auf den Beginn der Amtszeit von Lange, der Ende 2008 seine Arbeit aufgenommen hatte. Bei der WM 2009 in Rom hatten die Doppel-Weltmeister Biedermann und Britta Steffen dem DSV viermal Gold beschert.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel