Einen Nachfolger für den entmachteten Bundestrainer Dirk Lange wird es erst nach den Olympischen Spielen 2012 geben, bis dahin setzt der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) auf eine Teamlösung.

"Die Stützpunkttrainer werden mehr Verantwortung übernehmen", sagte Frank Embacher, Coach des dreifachen WM-Dritten Paul Biedermann und Chef des Stützpunktes in Halle/Saale am Rande der Kurzbahn-DM in Wuppertal, "wir werden die Aufgaben so aufteilen, dass wir auch 2012 erfolgreich sein werden."

Koordinieren wird die Arbeit neben DSV-Leistungssportdirektor Lutz Buschkow der Diagnostik-Bundestrainer Markus Buck.

In der Vorbereitung auf London erhalten so Steffen-Coach Norbert Warnatzsch (Berlin), Heimtrainer von Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen, oder der Essener Henning Lambertz, der vor allem für die Bruststrecken und die Lagenstaffeln zuständig ist, mehr Kompetenzen.

Lambertz gilt als einer der Kandidaten als Lange-Nachfolger im nächsten Jahr. Der Essener hat sein Interesse an dem Job bereits geäußert, aber auch mehr Kompetenzen für den Bundestrainer gefordert.

"Wenn der Cheftrainer mit seinem Kompetenzteam in Absprache mit dem Sportdirektor den Weg zum Topevent geebnet hat, dann sollten auch alle diesen Weg beschreiten", sagte er.

Lange, mit dem der DSV noch über eine Abfindung verhandelt, war nicht zuletzt daran gescheitert, dass er keinen Einfluss auf die Heimtrainer nehmen konnte.

Die Beförderung zum Cheftrainer war dem Hamburger im vergangenen Jahr verweigert worden. Buschkow erklärte in Wuppertal, dass nach Olympia sowohl ein Bundes- als auch ein Cheftrainer "im Organigramm vorgesehen" seien.

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