Britta Steffen sieht sich bei den Olympischen Spielen in London nicht dem Druck ausgesetzt, ihren Erfolg von Peking unbedingt wiederholen zu müssen.

"Es wäre lediglich ein Kitzeln meines Egos", sagte die 28-Jährige im Interview mit dem "kicker" und erklärte:

"Ich habe meine beiden Olympiasiege schon. Noch mal zwei goldene Medaillen würden die Dimensionen nicht ändern. Weder finanziell noch sonst wie brächte es mich voran."

Die Berlinerin schloss zudem erneut nicht aus, auch bei den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro an den Start zu gehen.

"Sollte einmal am Tag trainieren ausreichen, um über 50 Meter Kraul in der Weltspitze zu bleiben, ist das eine Option", sagte die Freistilspezialisten: "Mit Anfang 30 bin ich nicht zu alt, um eine Familie zu gründen."

Dass ihr Freund Paul Biedermann ebenfalls ein Spitzenschwimmer ist, empfindet Steffen als "Fluch und Segen zugleich".

Einerseits könne der Doppel-Weltmeister von 2009 sie gut verstehen, andererseits seien beide auch immer sehr nervös und aufgeregt.

"Wenn man dann mal eine Meinungsverschiedenheit hat, eskaliert das eher", sagte Steffen: "Wir haben aber Strategien entwickelt, damit es nicht eskaliert."

Generell habe sich die Stimmung im deutschen Schwimm-Team im Vergleich zu Olympia 2008 in Peking deutlich verbessert, betonte die Ausnahmeschwimmerin.

Sie selbst sieht sich zwar auch als "Teamspielerin", jedoch nicht als "Übermutter": "Wenn es darum geht, meine eigene Leistung abzurufen, habe ich nicht das Bedürfnis, mich um andere zu kümmern."

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