Gut sieben Wochen nach ihrem enttäuschenden Auftritt bei den olympischen Schwimm-Wettbewerben in London ist Britta Steffen mit einem kompletten Medaillensatz in die Kurzbahn-Saison gestartet.
Beim Weltcup in Dubai reichten der Berlinerin am Mittwoch 53,39 Sekunden, um über 100 m Freistil mit einer halben Länge Vorsprung vor der Schwedin Michelle Coleman (54,00) anzuschlagen.
Am Dienstag hatte sie sich über 50 m Freistil in 24,57 Sekunden nur der Schwedin Therese Alshammar (24,50) geschlagen geben müssen. Über die ungewohnten 100 m Lagen sprang für die Doppel-Olympiasiegerin von Peking 2008 nach 1:01,95 Minuten sogar noch Bronze heraus.
Bei der Premiere der Mixed-Staffel über 4x50 m Lagen siegte Steffen zudem gemeinsam mit Jenny Mensing (Wiesbaden), Marco Koch (Darmstadt) und Helge Meeuw (Magdeburg) in 1:43,21 Minuten.
Brustspezialist Koch hatte am ersten Tag des Tour-Auftakts in 2:05, 26 Minuten über 200 m Brust für den ersten Einzel-Sieg des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) gesorgt. Am Mittwoch kam in 58,90 Sekunden noch Bronze über die halbe Distanz dazu.
Britta Steffen geht erstmals in ihrer Karriere auf allen acht Stationen der Weltcup-Serie an den Start. "Meine Erwartungen an die Tour sind, die Wettkampfhärte zu erlangen, die mir in den letzten zwei Jahren gefehlt hat", sagte die 28-Jährige.
Bereits am Samstag schwimmt das DSV-Quartett um Steffen erneut um Medaillen, wenn der Weltcup-Zirkus in Doha/Katar (6./7. Oktober) Halt macht.
Der Großteil der deutschen Elite wird lediglich beim Heim-Meeting in Berlin (20./21. Oktober) antreten, wo Doppel-Weltrekordler Paul Biedermann (Halle/Saale) auf seinen Dauerrivalen Yannick Agnel treffen wird. Der Olympiasieger aus Frankreich hat wie Landsfrau Camille Muffat einen Start in der Hauptstadt zugesagt.

Lawrence Okoye wird Footballspieler: Der britische Modellathlet erhält bei den San Francisco 49ers einen Dreijahresvertrag. Der Head Coach des Vizemeisters schwärmt. Sportler auf Abwegen.