Australiens Schwimm-Idol Ian Thorpe hatte während seiner Karriere lange mit Depressionen zu kämpfen und dachte sogar an Selbstmord. Das verrät der fünffache Olympiasieger in seiner Autobiographie "This is Me: The Autobiography", die in Auszügen im "Sydney Morning Herald" veröffentlicht wurde.
Wegen seiner "lähmenden Depression" trank der 30-Jährige Thorpe nach eigenen Angaben zudem erhebliche Mengen Alkohol.
"Ich habe sogar geeignete Orte oder Wege in Betracht gezogen, um mich umzubringen", gesteht der Australier: "Aber dann schreckte ich immer zurück, weil mir bewusst wurde, wie irrwitzig das wäre." In seinem Buch stellt sich der "Thorpedo" dennoch die Frage: "Hätte ich mich umbringen können?"
Heute erklärt er: "Nein. Ich glaube nicht, aber es gab Tage in meinem Leben, die mich jetzt immer noch erschauern lassen."
Die Erfolge seien Segen und Fluch zugleich gewesen, erklärt Thorpe: "Mir ist aufgefallen, wie viel Freude alle aus meinem Schwimmen gezogen haben: Freunde, Familie, Trainer und die Öffentlichkeit - Australier rasten aus, wenn du Gold holst. Es hat alle glücklich gemacht, nur ich fühlte mich jämmerlich", sagt Thorpe.
Trotz Alkohol habe er kein Training verpasst, sagt Thorpe. So habe er auch seine tatsächliche Verfassung vor Psychologen und Trainern geheimhalten können. Dennoch war der Alkohol "der einzige Weg, um einzuschlafen".
Thorpe hatte seine Karriere bereits mit 24 beendet. Bei seinem Comeback nach sechs Jahren verpasste er die Qualifikation für die Olympischen Spiele in London, hat sich aber zum Ziel gesetzt, mit der australischen Mannschaft an der WM 2013 teilzunehmen.

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