Die vom Deutschen Schwimm-Verband (DSV) ins Leben gerufene Expertenkommission zur Aufarbeitung der schwachen Olympia-Ergebnisse wird sich nicht mit der Suche nach einem neuen Schwimm-Bundestrainer beschäftigen.
"Es geht bei dem Gremium nur um Strukturen, nicht um Personen", sagte DSV-Präsidentin Christa Thiel.
Unter den Bewerbern für den Posten seien deutsche und ausländische Kandidaten, erklärte Thiel: "Wir werten die Bewerbungen in aller Ruhe aus, es wird keine Hauruck-Aktion geben."
Am 1. Dezember soll der neue Bundestrainer seinen Dienst antreten. Zuletzt hatte Dirk Lange, inzwischen Coach im österreichischen Linz, als Schwimm-Cheftrainer im DSV gearbeitet. Weltrekordler Paul Biedermann hatte sich zuletzt für einen Bundestrainer aus dem Ausland ausgesprochen.
Von der elfköpfigen Expertenkommission, die sich am Freitag in Frankfurt/Main erstmals trifft, erwartet die DSV-Präsidentin am Ende mehrerer Sitzungen Empfehlungen über verbesserte Strukturen und Rahmenbedingungen.
Am Freitag werde es noch keine konkreten Ergebnisse geben, "es werden erst einmal alle über den Ist-Zustand informiert". Als Vorbereitung hätten die Kommissionsmitglieder, darunter unter anderem Hockey-Bundestrainer Markus Weise, umfassendes Informationsmaterial erhalten.

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