Weltrekordler Paul Biedermann verzichtet auf das geplante Trainingslager auf Teneriffa und will sich stattdessen daheim in Halle/Saale nach seiner langen Zwangspause wieder in Form bringen.

"In Abstimmung mit meinem Heimtrainer und dem DSV werde ich nicht an dem Trainingslager auf Teneriffa teilnehmen. Um einen erneuten Rückschlag zu vermeiden und meine Gesundheit zu festigen, werde ich daheim bleiben", sagte der Kurzbahn-Weltmeister: "Ich werde neben meinen täglichen Wassereinheiten auch das Boxtraining forcieren, um schnellstmöglich wieder fit zu werden."

Den Weltrekordler über 200 und 400 m Freistil legte Anfang Februar eine Grippe flach. Nach zwei Wochen Trainingsstopp fühlte er sich in den ersten Belastungseinheiten so erschöpft, dass er wieder zu einer Pause gezwungen war.

"Mein Genesungsprozess war nicht zufriedenstellend", sagte Biedermann, der bilang erst etwas mehr als die Hälfte der bis zu diesem Zeitpunkt geplanten 500 Trainingskilometer absolvieren konnte. In der vergangenen Woche unterzog sich der Olympia-Fünfte erneuten Laboruntersuchungen in Leipzig.

Sein Trainer Frank Embacher hatte wegen der langen Zwangspause erklärt, Biedermann könne in diesem Jahr nicht über die 400 m starten. Der Schwimmstar selbst sagte daraufhin, die sei nur "eine derzeitige Überlegung".

Auf welchen Strecken er im Hinblick auf die Weltmeisterschaften in Barcelona (19. Juli bis 4. August) antreten will, ließ er offen. Dies werde "in Abhängigkeit meines Genesungsprozesses" mit seinem Heimtrainer Embacher, dem neuen Chef-Bundestrainer Henning Lambertz und Leistungssportdirektor Lutz Buschkow abgesprochen.