Britta Steffen hat sich für die WM in Barcelona (19. Juli bis 4. August) die Finalteilnahme als Mindestziel gesetzt.

"Ich will mit den acht Besten der Welt mithalten können. Im Finale ist dann alles möglich", sagte die Doppel-Olympiasiegerin von 2008 im Interview mit dem "kicker" und warnte generell vor zu hohen Erwartungen an das deutsche WM-Team:

"Ich lasse mich gerne von den Ergebnissen überraschen, aber ich verfalle nicht in Euphorie und sage: Wir erleben so ein Erfolgsjahr wie 2009."

Vor den Titelkämpfen in Barcelona muss Steffen aber noch ihr WM-Ticket bei der DM am kommenden Wochenende in Berlin über 50 und 100 m Freistil lösen.

Mit ihrer Form sei sie zufrieden, sagte die Hallenserin: "Ich bin viel, viel mehr geschwommen als in den letzten Jahren."

Ihre langjährige Psychologin Friederike Janofske unterstützt Steffen nicht mehr.

"Wir haben uns nach Olympia die Hände gereicht und die Zusammenarbeit beendet", sagte die 29-Jährige und erklärte:

"Ich habe viel von ihr mitgenommen, aber ich hatte den Eindruck, dass ich nichts mehr lernen konnte."

Von ihrem neuen Heimtrainer Frank Embacher könne sie dagegen noch viel lernen.

"Herr Embacher schreibt jeden Tag ein anderes Programm. Sehr kreativ. Das kann ich mir manchmal gar nicht alles merken", sagte Steffen, die Anfang des Jahres zu ihrem Lebensgefährten Paul Biedermann nach Halle/Saale gezogen war und dort auch trainiert.

Ihr Heimweh nach Berlin halte sich in Grenzen, aber ihren früheren Heimtrainer Norbert Warnatzsch hätte sie gerne öfter bei sich: "Norbert vermisse ich sehr."

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