Schwimmstar Britta Steffen hält die deutliche Entschärfung der Qualifikationskriterien für die WM in Barcelona (19. Juli bis 4. August) für eine richtige Maßnahme.

"Ich glaube, dass es wichtig ist, dass man jungen Leuten die Chance gibt, um bei einer WM zu explodieren und dort vielleicht eine Medaille zu holen. So etwas kann immer passieren", sagte Steffen bei einer Pressekonferenz am Rande der Deutschen Meisterschaften in Berlin.

Durch die niedrigere WM-Hürde hofft der neue Bundestrainer Henning Lambertz auf ein im Vergleich zu den Vorjahren großes WM-Team mit etwa 30 Athleten.

Aus Kostengründen würde jedenfalls kein Normerfüller zu Hause gelassen, betonte Christa Thiel, Präsidentin des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV).

Unterdessen haben Steffen und DSV-Präsidentin Christa Thiel ihre Unstimmigkeiten ausgeräumt.

"Wir haben uns ausgesprochen, die Fronten sind geklärt. Letztlich haben wir beide das gleiche Ziel: wieder zurück in die Weltspitze", sagte Steffen bei einer Pressekonferenz am Rande der DM in Berlin, bei der sie die Chefin des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) mit zwei Küsschen auf die Wange herzlich begrüßte.

"Wie man sieht: Wir verstehen uns wieder", sagte Steffen.

Das war in der Vergangenheit nicht immer so. Steffen hatte nach ihren medaillenlosen Auftritten bei Olympia in London kritisiert, dass sie im Verband nur selten Rückhalt spüre.

Und Leidenschaft für den Schwimmsport hätte sie bei der ehemaligen Turniertänzerin Thiel, die seit 2000 den DSV führt, "noch nicht erlebt", sagte Steffen damals.

Thiel hatte daraufhin gekontert, dass bei der Weltrekordlerin der Frust über ihre Leistung tief sitzen müsse: "Die Gründe werden dann nicht immer ausschließlich bei sich gesucht.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel