Für Britta Steffen haben die deutschen Meisterschaften in Berlin mit einer großen Enttäuschung begonnen.

Die 29-Jährige scheiterte im Vorlauf über 100 m Freistil als Dritte in indiskutablen 55,68 Sekunden völlig überraschend an der Vorlaufnormzeit für die WM in Barcelona (19. Juli bis 4. August).

Damit ist die Doppel-Olympiasiegerin von 2008 auf eine Ausnahmeregelung des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) angewiesen, um bei der WM auf dieser Strecke an den Start gehen zu dürfen.

Nach dem missratenen Rennen musste die geschockte Steffen auf der Tribüne von ihrem Freund Paul Biedermann getröstet werden. Eine mögliche Erklärung für ihre schwache Leistung wollte sie nicht abgeben: "Ich muss erst mal selber runterkommen."

Auch ihr Heimtrainer Frank Embacher hüllte sich in Schweigen, verbreitete aber Optimismus für das Finale am Samstagnachmittag: "Da können wir noch ein bisschen was machen. Warten wir mal das Finale ab."

Steffen ist nur über 50 m Freistil aufgrund ihrer Finalteilnahme bei Olympia in London von Normzeiten befreit, dort muss sie lediglich den ersten oder zweiten Platz belegen.

Sollte ihr das auch im Endlauf über die doppelte Distanz gelingen, könnte Bundestrainer Henning Lambertz seine Ausnahmeschwimmerin, die in diesem Jahr in Eindhoven schon um 1,33 Sekunden schneller gewesen war, vielleicht doch noch für diese Strecke nominieren.

Etwas dagegen haben sicher Daniela Schreiber (Halle/54,74) und Dorothea Brandt (Essen/54,74), die im Vorlauf deutlich schneller waren als Steffen.

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