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Die Schweizer Alinghi unterlagen BMW-Oracle beim America's Cup 2010 © getty

Das Highspeed-Rennen findet 2013 statt und soll auch die "Facebook-Generation" erreichen. Der Austragungsort ist noch offen.

München/Valencia - Mit Highspeed-Rennen in spektakulären Katamaranen, einem gestrafften Wettfahrt-Programm und kontrolliertem Kostenmanagement will der America's Cup bei seiner 34. Auflage 2013 Fans und Sponsoren zurückgewinnen.

"Wir wollen die besten Segler auf den schnellsten und coolsten Booten präsentieren. Der Wettbewerb soll das Fred-Feuerstein-Zeitalter verlassen und die Facebook-Generation erreichen", sagte Geschäftsführer Russell Coutts von Titelverteidiger BMW-Oracle in Valencia.

Den künftigen Austragungsort ließen die Amerikaner aber noch offen.

San Francisco ist Favorit

Neben Valencia, wo die Rennen um die älteste Sporttrophäe der Welt bereits bei den vergangenen beiden Auflagen 2007 und 2010 ausgetragen worden waren, gelten auch Italien oder der Mittlere Osten als potenzielle Schauplätze.

Favorit ist jedoch San Francisco, wo BMW-Oracles Yachtklub beheimatet ist. Eine Entscheidung über das Revier soll bis Ende 2010 fallen.

Auch der italienische Herausforderer-Vertreter Mascalzone Latino zeigte sich mit dem von BMW-Oracle verkündeten Format hochzufrieden.

Onorato zeigt sich zufrieden

"Der Titelverteidiger hat Wort gehalten. Der Cup wird faire Regeln und ein unabhängiges Renn-Management haben. Dies hätte schon vor Jahren eingeführt werden sollen. Diese wichtige Entwicklung könnte für viele Jahre Bestand haben", sagte Mascalzone-Chef Vincenzo Onorato.

Andere potenzielle Herausforderer hatten sich zuletzt allerdings kritisch über mögliche Cup-Wettfahrten mit Mehrrümpfern geäußert.

Die Gefahr eines erneuten Rechtsstreits zwischen Titelverteidiger und Herausforderer-Vertreter scheint jedoch gebannt.

Juristische Auseinandersetzungen

Vor dem 33. Cup im Februar dieses Jahres hatten sich der damalige Herausforderer BMW-Oracle und die Schweizer Alinghi als Cup-Inhaber über Monate juristisch belangt.

Am Ende wurde die Veranstaltung nur zwischen den beiden zerstrittenen Syndikaten ausgetragen.

Andere Kampagnen - wie das Team Germany - hatten sich aufgrund des am Ende undurchsichtigen juristischen Geplänkels früh zurückgezogen.

Veränderungen der Bootsklassen

Mit der Festlegung des neuen Formats und der neuen Regularien will BMW-Oracle, das Alinghi im sportlichen Duell mit seinem imposanten Trimaran keine Chance gelassen hatte, nun wieder Kontinuität schaffen.

Die augenscheinlichste Veränderung betrifft die Bootsklasse.

Bei einer 2011 beginnenden Weltserie sollen die Yachten noch in einer abgespeckten Form aufeinandertreffen.

Ab 2012 kommen dann die 22 Meter langen America's-Cup-Katamarane zu Einsatz.

Wirtschaftliche Stabilität

"Wir sind davon überzeugt, dass das neue Format und das neue Boot den Cup zurück an die Spitze unseres Sports bringen werden", sagte der viermalige Cup-Gewinner Coutts: "Die Veränderungen sorgen für Chancengleichheit und langfristige wirtschaftliche Stabilität."

So werden die bei den vergangenen Cup-Auflagen ausufernden Kosten durch eine Ausgabenbegrenzung reguliert.

Der Zahl der Crewmitglieder reduziert sich von zuletzt 17 auf elf.

Schümann will den Cup gewinnen

BMW-Oracle, das als Titelverteidiger sämtliche Regularien bestimmen darf, einigte sich darauf in rund sechsmonatigen Gesprächen mit potenziellen Herausforderern.

Ob beim 34. Cup auch eine deutsche Challenge an den Start gehen wird, ist allerdings ungewiss. Bei der deutschen Premiere vor drei Jahren belegte das inzwischen aufgelöste Team Germany nur den vorletzten Platz.

Allerdings hatte der dreimalige Olympiasieger und zweimalige Cup-Gewinner Jochen Schümann schon in den vergangenen Monaten stets betont: "Mein Ziel bleibt es, den America's Cup mit Deutschland zu gewinnen."

Die Meldefrist läuft voraussichtlich bis zum 31. Januar 2011.

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