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Der Traum vom deutschen Superboot im AC ist für Jochen Schümann ausgeträumt © imago

Auf einer Krisensitzung beschlossen die Sponsoren, alle auslaufenden Verträge nicht zu verlängern. Die Unsicherheiten wurden zu groß.

Ingolstadt - Das deutsche America's-Cup-Syndikat Team Germany wird erwartungsgemäß zum Monatsende aufgelöst.

Auf einer Krisensitzung in Ingolstadt beschlossen die drei Hauptsponsoren, wegen der Unsicherheiten über die Zukunft des ältesten Hochseesegel-Wettbewerbs der Welt alle Ende März auslaufenden Verträge nicht zu verlängern.

Erst im vergangenen Jahr hatte das Team Germany mit hohem finanziellen Aufwand den zweimaligen America's-Cup-Gewinner Jochen Schümann als Sportdirektor ins Boot geholt.

Zusätzlich wurden weitere prominente deutsche Segler wie Tony Kolb und Tim Kröger sowie der Deutsch-Pole Karol Jablonski verpflichtet.

Oberster Gerichtshof entscheidet

Derzeit ist nicht absehbar, wann zum 33. Mal um die Silberkanne ohne Boden gesegelt wird.

Seit Wochen überfällig ist eine Entscheidung des Obersten Gerichtshof von New York, der über die Regularien des neuen Wettbewerbs zu befinden hat. Über diese Modalitäten ist ein Rechtstreit zwischen dem Schweizer Cupverteidiger Alinghi und dem US-Syndikat BMW Oracle Racing entbrannt.

Eine kleine deutsche Kerntruppe wird möglicherweise im Sommer an einer Grand-Prix-Serie mit anderen ebenfalls beschäftigungslosen Syndikaten aus dem Cup-Zirkus teilnehmen. Ob diese Rennen, für die unter anderem Kiel als Austragungsort im Gespräch ist, aber tatsächlich stattfinden, ist derzeit noch fraglich.

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