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Die "Ericsson 4" fuhr trotz Flaute auf Platz eins © SPORT1

Auch das zweite Teilstück des Volvo Ocean Race gewinnt die "Ericsson 4". Einzig und allein "Telefonica Blue" kann folgen.

Von Jürgen Blöhs

München - Nach der ersten Etappe von Alicante nach Kapstadt des Volvo Ocean Race hat die "Ericsson 4" auch das zweite Teilstück von Kapstadt nach Kochin gewonnen.

Die Crew um Skipper Torben Grael kam nach 15 Tagen auf See vor der "Telefonica Blue" und dem Schwesterschiff "Ericsson 3" im indischen Zielhafen an. Die "Telefonica Black" kam als Vierte ins Ziel.

"Es gab viele schwierige Situationen zu meistern in den Doldrums. Wir sind sehr froh, hier zu sein", freute sich Grael, der mit der optimalen Punktzahl von 26,0 die Flotte anführt.

Schwesterschiff aktuell auf Rang drei

Mit 19,0 Punkten ist die "Telefonica Blue" von Skipper Bouwe Bekking auf Rang zwei offensichtlich der einzig ernstzunehmende Konkurrent im Kampf um den Gesamtsieg.

Zumindest vorübergehend nimmt die "Ericsson 3" auch Position drei der Gesamtwertung ein. Allerdings liegt die Yacht von Anders Lewander mit 14,5 Punkten nur 0,5 Punkte vor der ?Puma? und der punktgleichen "Green Dragon".

Die beiden Boote liegen derzeit auf Kurs auf die Plätze fünf und sieben und werden innerhalb der nächsten zwei Stunden im Ziel erwartet.

"Haben die Parkuhr gesucht"

"Zeitweise hatten wir so wenig Wind, dass wir nach einer Parkuhr gesucht haben. Solche Flauten zehren an den Nerven", beschreibt Bekking nach der Ankunft im Zielhafen die Stimmung der Tage davor.

"So viel miteinander geredet haben wir nie zuvor. Kein Wind in den Segeln und immer die Angst, dass die anderen Boote auf einem besseren Kurs an uns vorbeiziehen?, beschreibt "Ericsson 3"-Navigator Aksel Maghdal die Zeit in der Flaute. "Schön, dass es mit dem Podiumsplatz dennoch geklappt hat."

Gefangen in der Flaute

Ganz übel erwischt hat es das Team Russia von Andreas Hanakamp: Mit der Ankunft des Bootes wird frühestens in zwei Tagen gerechnet.

Eine genaue Position ist nicht bekannt, da der Skipper derzeit die Option "Stealth Play" gezogen hat, also die Position der Yacht nicht verraten muss. Och es sieht nicht gut aus.

"Standing Still! Still standing", lautete der letzte Funkspruch des verzweifelten Verantwortlichen für die Medien, Mark Covell, von Bord der ?Russia?.

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