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Das Team Germany (r.) im Duell mit dem Schweizer Team Alinghi (l.) © getty

Das Team Germany wahrt seine Möglichkeit auf die Teilnahme beim America's Cup. Die Rechtslage ist aber weiter unsicher.

Hamburg - Durch die Einschreibung in die Meldeliste für den 33. America's Cup hat das Team Germany die Grundlage für einen Start bei der nächsten Auflage der traditionsreichen Segel-Veranstaltung geschaffen.

Titelverteidiger Alinghi (Schweiz) präsentierte eine Liste mit insgesamt 18 Herausforderern, die sich 2010 um den Cup duellieren sollen.

Ob das Event aber tatsächlich in der geplanten Form stattfinden wird, hängt weiterhin vom Ausgang des Rechtsstreits zwischen den Eidgenossen und dem US-Syndikat BMW-Oracle-Racing ab.

Rechtslage unsicher

"Durch die Einschreibung in diese verbindliche Liste haben wir uns die Chance auf eine Teilnahme gewahrt. Auch durch die unsichere Rechtslage wissen wir zwar noch nicht, wie das Unternehmen finanziert wird, aber das geht auch anderen Teams so", sagte der deutsche Syndikats-Chef Michael Scheeren.

"Man muss jetzt abwarten, wann das Urteil im Rechtsstreit zwischen Alinghi und BMW-Oracle kommt und wie dieses ausfällt", äußerte er gegenüber dem "Sport-Informations-Dienst" weiter.

Alinghi wartet auf Urteil

Während Alinghi seine Planungen ungeachtet der juristischen Auseinandersetzung vorantreibt, wartet BMW-Oracle auf das Urteil des inzwischen zuständigen New Yorker Berufungsgerichts. Eine nächste Anhörung soll am 10. Februar erfolgen.

Mit einer Entscheidung wird Ende März gerechnet. Sollten die Amerikaner, die unter anderem die Regel-Gestaltung der Schweizer kritisieren, Recht erhalten, wäre auch die derzeitige Meldeliste hinfällig. Voraussichtlich würde es dann zu einem direkten Duell zwischen Alinghi und BMW-Oracle kommen (zum Artikel "BMW-Oracle schlägt Angebot aus").

"Werden Cup zu Erfolg machen"

"Wir werden mit den Herausforderern weiter zusammenarbeiten, um den 33. America's Cup zu einem Erfolg zu machen. Dies unabhängig von BMW-Oracles Entscheidung, weiter den Rechtsweg zu beschreiten, um sich so den Zugang zum America's-Cup-Match zu erzwingen - eine Leistung, die sie auf dem Wasser nie erreicht haben", sagte Alinghi-Skipper Brad Buttwerworth.

Italien stellt größtes Kontingent

Bis auf BMW-Oracle haben alle Teilnehmer des 32. Cups erneut gemeldet. Hinzu kommen acht neue Einschreibungen. Das größte Starterkontingent in dem Feld mit 19 Teams aus zwölf Ländern stellt Italien mit sechs Kampagnen.

Das Team Germany wurde bei der Meldung durch den Deutschen Challenger Yacht Club (DCYC) vertreten. -

Alle gemeldeten Mannschaften im Überblick:

Alinghi (Schweiz/TV), Desafio Espanol, Ayre Challenge (beide Spanien), Team Shosholoza (Südafrika), TeamOrigin (Großbritannien), Team New Zealand (Neuseeland), Team Germany (Deutschland), Green Comm Challenge, Argo Challenge, Mascalzone Latino, Luna Rossa, Joe Fly, Dabliu Sail Project (alle Italien), Victory Challenge (Schweden), Team Russia (Russland), Team French Spirit, K-Challenge (beide Frankreich), Greek Challenge (Griechenland), Team China (China)

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