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Das Team von "Telefonica Blue" entscheidet die dritte Etappe für sich © getty

Die "Telefonica-Blue" gewinnt die dritte Etappe des Ocean Race' und damit eines der spannendsten Rennen der Geschichte.

München ? Die "Wind-Lotterie" ist entschieden. Die "Telefonica Blue" hat die dritte Etappe aus dem indischen Kochi nach Singapur gewonnen.

Die Yacht von Skipper Bouwe Bekking segelte vor der "Puma" im Zielhafen ein.

Auf den Plätzen drei und vier folgten die Schwesterboote "Ericsson 3" und "Ericsson 4".

Selten in der Geschichte des Ocean' Race gab es ein so spannendes Rennen um die Plätze wie auf den 1920 Seemeilen. Nur eineinhalb Meilen trennten die führenden Boote voneinander.

Geheimhaltungs-Poker im Endspurt

Schwerstarbeit für die Navigatoren an Bord der acht Yachten.

Es galt den optimalen Weg durch die Flaute in der Straße von Malakka zu finden. Immer wieder wechselte die Führung.

Zum Schluss machten die Skipper der vier führenden Boote von ihrem Recht Gebrauch, für 24 Stunden ihre Position geheimzuhalten. Kein Konkurrent sollte wissen, welchen Weg man gewählt hatte.

Verfolger "ankerten"

Am Ende hatte Navigator Simon Fisher sein Näschen am besten im Wind.

"Unsere Würfel fielen am besten", freut sich Bekking. "Wir hatten zwar gegen eine Strömung zu kämpfen, aber dafür eine Brise von zwei bis drei Knoten.

Die "Puma" und "Ericsson 4" haben lagen in einem Windloch quasi vor Anker", bechreibt der Skipper die letzten 24 Stunden nachdem die "Telefonica Blue" die Führung übernommen hatte.

"Ericsson 4" weiter in Führung

In der Gesamtwertung behauptete die "Ericsson 4". Die Crew hat 35 Punkte auf dem Konto.

Dank des Etappensieges wird die "Telefonica Blue" mit 30,5 Punkten als Zweiter auf das kommende Teilstück von Singapur ins chinesische Olympia-Revier Quindao gehen.

Auf den Plätzen drei und vier folgen die "Puma" mit 27,5 und die "Ericsson 3" mit 23,5 Punkten.

Pause über Weihnachten und Silvester

An dieser Reihenfolge wird sich nichts mehr ändern, egal in welcher Reihenfolge die "Telefonica Black", die "Green Dragon", das Team der "Russia" oder die derzeit letztplatzierte "Delta Lloyd" ins Ziel kommen.

Bevor es am 10. Januar mit einem "In-Port-Race" in Singapur weitergeht, werden die Crews sich über Weihnachten und Silvester mit ihren Familien von den Strapazen auf See erholen.

Da wegen der ruhigen See auf der abgeschlossenen Etappe kaum Schäden an Bord der Yachten zu beklagen sind, steht auch für die Land-Crews ruhigen Feiertagen nichts entgegen.

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