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Michel Desjoyeaux ist Anfang November in Les Sables-d'Olonne gestartet © imago

Michel Desjoyaux gewinnt die Weltumseglungsregatta Vendee Globe. Der Einhandsegler stellt auch einen neuen Rekord auf.

Les Sables D'Olonne - Nach 84 Tagen alleine auf hoher See hat der Franzose Michel Desjoyeaux den Hafen der französischen Stadt Les Sables D'Olonne erreicht und damit die Weltumseglungsregatta Vendee Globe gewonnen.

Damit siegte Desjoyeaux nach 2000/2001 bereits zum zweiten Mal beim härtesten Segelrennen der Welt, bei dem die Einhandsegler rund 27.000 Seemeilen zurücklegen müssen und keine Hilfe von außen annehmen dürfen.

Gleichzeitig brach er den bisherigen Rekord von 87 Tagen, 10 Stunden und 47 Minuten seines Landsmannes Vincent Riou.

Zwei Rettungsaktionen

Der Wettbewerb wurde diesmal von zwei dramatischen Rettungsaktionen überschattet.

Kurz vor Weihnachten trieb der Franzose Yann Elies mit einer Oberschenkelfraktur, Rippenbrüchen und einer verletzten Lunge zwei Tage hilflos auf dem Meer, ehe er von der australischen Marine gerettet werden konnte.

Anfang Januar war Jean Le Cam (Frankreich) von einem Mitkonkurrenten aus Seenot gerettet worden, nachdem sein Boot während eines Sturms gekentert war. (Schiffbruch kurz nach der Rettung)

Rennen mit tragischer Geschichte

Bei dem erstmals 1989/1990 ausgetragenen Rennens, das alle vier Jahre stattfindet, gab es bereits drei Todesfälle.

1992/93 kamen zwei Segler ums Leben: Der Amerikaner Mike Plant ging auf See bei der Anreise zum Start verloren, der Brite Nigel Burgess wurde nach vier Tagen ertrunken vor Cap Finisterre gefunden. 1996/97 verschwand das Boot des Kanadiers Gerry Roufs spurlos im Ozean.

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