Die deutschen Segler haben einen guten Start in die 117. Kieler Woche erwischt. Allen voran die deutschen 470er-Frauen mit zwei Tagessiegen sowie der Gesamtführung der Berlinerinnen Annika Bochmann und Anika Lorenz sorgten für positive Schlagzeilen. Vier weitere Boote schafften es unter die ersten Sieben und garantierten bei der zweiten von drei Olympiaqualifikationsregatten des Deutschen Segler-Verbands (DSV) Hochspannung.

Gleiches gelang den Männern in der Bootsklasse Laser. Obwohl Philipp Buhl aus Sonthofen (4.) im dritten Rennen einen Tagessieg holte, führt sein Lübecker Konkurrent Simon Grotelüschen das Rennen um das begehrte Olympia-Ticket an.

Bei mäßigen bis frischen Winden und starken Schauerböen hatte die ehemalige Opti-Weltmeisterin Tina Lutz aus Holzhausem mit Susann Beucke (Strande) im ersten 470er-Rennen gleich für den ersten DSV-Sieg gesorgt. Das schafften anschließend Annina Wagner und Marlene Steinherr (beide Berlin), doch Bochmann/Lorenz waren als Fünfte, Zweite und Dritte konstanter unterwegs. Bei den Männern sind Jan-Jasper Wagner und Tobias Bolduan (ebenfalls Berlin) in der Klasse Zweite.

"Die internationale Konkurrenz ist dieses Jahr in Kiel nicht so stark vertreten", sagte Surfer Toni Wilhelm aus Dobern stellvertretend für die meisten Klassen. Ihm könne das jedoch auf dem Weg zu Olympia 2012 nur Recht sein. Nach dem ersten Tag belegt er Gesamtrang zwei, genau wie die Wahl-Kielerin Moana Delle bei den Frauen auf dem RS:X-Brett. "Das war schon einmal ein Super-Start. Ich bin hochzufrieden", meinte die Kieler Woche-Gewinnerin von 2009.

In der 100 Jahre alten Starboot-Klasse kamen die Lübecker Johannes Babendererde und Timo Jacobs als Gesamtzweite am besten aus den Startlöchern. "Wer sich in Kiel einen Ausrutscher leistet, wird wohl mit den Olympiafahrkarten nichts mehr zu tun haben", prophezeit Alexander Schlonski, der mit Matthias Bohn (beide Rostock) zunächst nur Achter ist, nachdem sie in der ersten Ausscheidungsserie vor Weymouth/England vorne gelegen hatten. Die endgültige Nominierung erfolgt erst nach den Weltmeisterschaften im Dezember in Perth/Australien.

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