Für die deutschen Segler beginnt am Samstag die entscheidende Phase im Kampf um die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012.

Bei den Weltmeisterschaften aller zehn olympischen Bootsklassen vor dem australischen Perth segeln bis zum 18. Dezember 34 deutsche Athleten um maximal 16 Tickets für London.

Mit besonderer Spannung wird das Finale der dreiteiligen nationalen Ausscheidung erwartet. Im Starboot liegen gleich vier deutsche Crews im Ringen um ein einziges Olympia-Ticket dicht beieinander.

"Am Ende setzt sich nicht automatisch die Besatzung mit dem besten WM-Ergebnis durch. Dieses Resultat wird in unser internes Punktesystem eingehen und addiert", sagt Nadine Stegenwalner, Sportdirektorin des Deutschen Segler-Verbandes (DSV).

Nach dem bisherigen Saison-Verlauf haben Robert Stanjek und Frithjof Kleen (Berlin) mit 19 Punkten die Nase vorn. Alexander Schlonski/Matthias Bohn (Lübeck) haben 18 Zähler auf dem Konto, Johannes Polgar/Markus Koy (Hamburg) 15.

Ebenso dürfen sich Johannes Babendererde und Timo Jacobs (Möhnesee) mit 13 Punkten noch etwas ausrechnen. Gibt es am Ende einen Gleichstand, wird laut Stegenwalner das WM-Ergebnis den Ausschlag geben.

Im Laser und im 470er der Frauen geht es für jeweils zwei Besatzungen um London. Für die Goldmedaille gibt es vom DSV übrigens 30 Punkte, für Silber 27, für Bronze 23, für jede weitere Platzierung je einen Zähler weniger.

Bei der WM in Perth werden pro Disziplin drei Viertel aller Startplätze für die olympischen Regatten vergeben. Der Rest wird im kommenden Jahr bei den Einzel-Weltmeisterschaften der Klassen bis 1. Juni ausgesegelt. Insgesamt steigen über 1100 Segler aus 78 Nationen in Australien ins Boot.