Zwei schwer verletzte Segler, gebrochene Schoten und jede Menge Blessuren - so lautet die Zwischenbilanz nach den ersten drei Tagen der fünften Etappe beim Volvo Ocean Race rund um die Welt.

Nach dem Start im neuseeländischen Auckland hatte das Feld auf dem Weg nach Itajai in Brasilien gleich mit einem schweren Sturm zu kämpfen.

Die Spitze lag eng beisammen, mit der Gesamtführenden "Telefonica" aus Spanien knapp vor der "Groupama" (Frankreich) und der "Puma" mit dem Kieler Michael Müller an Bord, die von der härtesten Auftaktnacht seit Jahrzehnten besonders getroffen wurde.

Der Co-Steuermann der "Puma" kugelte sich eine Schulter aus, als er von einer Welle an Deck umgeworfen wurde.

Ein Vorschiffsmann erlitt dazu eine schwere Rückenprellung. Beide fielen für die Crewarbeit aus und lagen nur noch unter Deck.

Erst eine Flaute brachte Erholung und besserte den Zustand der Angeschlagenen. "Ich fühle mich selbst, als sei ich zwölf Runden gegen Mike Tyson gegangen", sagte der amerikanische Skipper Ken Read.

"Die Jungs hat es ordentlich erwischt", sagte Müller, "wir hoffen sehr, dass sie wieder voll eingreifen können, sonst wären wir erheblich geschwächt."

Und das auf der schwierigsten aller neun Etappen, die über 6700 Seemeilen (12.400 Kilometer) durch das Südpolarmeer rund um Kap Hoorn führt. Südlich des 40. Breitengrads wartet bereits der nächste Sturm.

Die Ankunft in Brasilien ist für Anfang April geplant. Die Weltregatta geht Anfang Juli nach 39.000 Seemeilen (72.000 km) in Galway/Irland zu Ende.