Titelverteidiger Oracle Team USA ist kurz vor dem Start des 34. America's Cup mit einer drastischen Strafe belegt worden. Die internationale Cup-Jury verhängte gegen das Segelteam wegen Material-Manipulation einen Abzug von zwei Punkten für das am Samstag beginnende Finale.

Das Team von Multi-Milliardär Larry Ellison muss in der Best-of-17-Serie gegen das Team New Zealand somit mindestens elf Rennen gewinnen, die Neuseeländer nur neun.

Die Strafe gilt als eine der härtesten in der 162-jährigen Geschichte des America's Cup. Zudem wurden drei Crew-Mitglieder gesperrt und eine Geldstrafe in Höhe von 250.000 Dollar (ca. 190..000 Euro) verhängt. Das US-Team hatte laut Urteil mindestens einen Katamaran während der America's-Cup-Weltserie 2012 durch zusätzliches Gewicht manipuliert. Die Strafe sei "empörend" und "beispiellos", sagte Oracle-Sportdirektor Russell Coutts:

"Aber es ist, wie es ist. Nun müssen wir eben elf statt neun Rennen gewinnen. "

Die Jury zeigte sich überzeugt, dass "jede der Modifizierungen dem Zweck der Leistungssteigerung diente. Ob die Leistung am Ende wirklich verbessert wurde, ist nicht relevant. Die Änderungen waren nur klein, aber kleine Änderungen können auf diesem Top-Level entscheidend sein." Das US-Team habe daher dem Image des America's Cup geschadet.

Die Strafen sind ein weiterer Schlag für den America's Cup. Im Mai war Olympiasieger Andrew Simpson (Großbritannien) bei einem Trainingsunfall vor San Francisco ertrunken, in der anschließenden Herausfordererrunde waren zahlreiche Duelle ausgefallen, da das schwedische Artemis-Team nach der Havarie zunächst über kein Boot verfügte und die italienische Luna Rossa den Start boykottierte.

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