Herausforderer Team New Zealand ist mit zwei überraschend deutlichen Siegen in das Duell um den 34. America's Cup gestartet.

Der zweimalige Gewinner der wichtigsten Segeltrophäe der Welt bezwang Titelverteidiger Oracle (USA) in der Bucht von San Francisco mit Vorsprüngen von 36 und 52 Sekunden.

Vor 45.000 Zuschauern im Schatten der Golden Gate Bridge ärgerten die "Kiwis" den Favoriten jeweils vom Start weg und machten einen großen Schritt in Richtung Titelgewinn.

"Wir haben höllisch gute Rennen erlebt. Das wird bis zum Schluss ein harter Kampf", sagte Skipper Dean Barker (41) vom Team New Zealand, das 1995 und 2000 den Cup gewonnen hatte. In der Best-of-17-Serie führt seine Crew nun mit 2:0 und benötigt nur noch sieben Punkte.

Oracle mit Steuermann James Spithill (34) muss nach einem Punktabzug wegen Material-Manipulation dagegen elf Siege einfahren.

Barker gewann in beiden Rennen das wichtige Duell um die bessere Startposition und konnte den Vorsprung nach teilweise spektakulären Szenen und mehreren Führungswechseln ins Ziel bringen.

Der Hochgeschwindigkeits-Katamaran der Neuseeländer zeigte dabei überraschend einen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber dem US-Team, das als Titelverteidiger automatisch für das Finale gesetzt war.

Die Neuseeländer hatten dagegen zunächst die Herausforderer aus Italien (Luna Rossa) und Schweden (Artemis) ausschalten müssen.

"Noch ist es viel zu früh, um Schlüsse zu ziehen. Aber wir haben zwei unglaubliche Boote gesehen. Zwischen beiden Teams liegt nicht viel", sagte Barker, der seit zehn Jahren bei den Kiwis am Steuer steht.

Die nächsten Rennen mit den 22-Meter-Booten, die Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h erreichen, standen bereits am Sonntag auf dem Programm.

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