Die Wahl-Kieler Erik Heil und Thomas Plößl waren am Montag die Stars am dritten Wettfahrttag der Kieler Woche.

Die 49er-Crew fuhr am Abend ihren vierten von vier möglichen Tagessiegen ein und führt im Gesamtklassement des olympischen Skiff-Boots mit zehn Punkten Vorsprung das Feld an.

Es gab zu Wochenbeginn aber auch deutsche Frauenpower: Lisa Fasselt aus Essen im Laser Radial sowie die Berlinerinnen Annina Wagner und Elisabeth Panuschka im 470er sind ebenfalls Spitzenreiter der größten Segelregatta der Welt.

Bei erneut frischen bis starken Winden glänzten Wagner/Panuschka mit zwei souveränen Tagessiegen. Dabei ist es beinahe eine Zufallspaarung.

"Wir haben vorigen Herbst ein paar Tage überlegt, ob wir nochmal angreifen wollen", sagte Vorschoterin Panuschka, die sich mit ihrer ehemaligen Steuerfrau Annika Bochmann entzweit hatte, und die studierte Architektin Wagner überzeugte.

"Da stimmt die Wellenlänge, wir haben Spaß", so Panuschka, die nicht nur die Kieler Woche gewinnen, sondern bei der WM im September unter die Top 10 segeln will - der erste Schritt zum Olympiaticket für Rio de Janeiro.

Bei Heil/Plößl zahlte sich offenbar das freiwillige Training vom Vortag aus, bei dem noch alle Rennen vom Winde verweht wurden. "Der Trainer schickt uns bei jeden Bedingungen raus", so das Duo, "da kennt der kein Pardon."

"Ich bin erst zufrieden, wenn ich ganz vorne bin", meinte das Sonthofener Laser-As Philipp Buhl nach einem guten Tag, muss als Zweiter allerdings noch neun Punkte auf Spitzenreiter Karl-Martin Rammo aus Estland aufholen.

Ungefährdet steuern die paralympischen Silbermedaillengewinner von London 2012, Heiko Kröger (Jersbek) im 2.4mR-Boot, sowie Jens Kroker/Robert Prem/Siegmund Mainka (Berlin) im Sonar auf einen Kieler Woche-Sieg zu.

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