vergrößernverkleinern
Bei der Kieler Woche gibt es einen Medaillenregen für die deutschen Segler. © getty

Mit dreimal Gold und sechs weiteren Medaillen schnitten die deutschen Segler in der olympischen Hälfte der Kieler Woche so erfolgreich wie lange nicht mehr ab.

Allerdings war in etlichen Disziplinen nicht die komplette Weltspitze angetreten.

Hinzu kamen am Mittwoch die Gesamtsiege der paralympischen Silbermedaillengewinner von Weymouth 2012, Heiko Kröger aus Jersbek in der 2.4mR-Klasse sowie Jens Kroker, Robert Prem und Siegmund Mainka (Berlin) im erstmals vor Kiel gesegelten Sonar-Boot.

Ein Herzschlagfinale lieferten die 470er-Frauen im Medaillenrennen ab. Die Berlinerinnen Annina Wagner und Elisabeth Panuschka fingen die vor dem Start führenden Lara Vadlau und Jolanta Ogar aus Österreich durch einen Tagessieg noch ab.

Nadine Böhm und Ann-Christin Goliaß aus Buchloe eroberten im Schatten Rang drei und damit Bronze.

Einen Kieler-Woche-Hattrick schaffte der Sonthofener Philipp Buhl in der Laser-Klasse. Nach einem schwachen Saisonbeginn drohte dem WM-Dritten auch in Kiel ein Rückschlag, weil er schon zum Auftakt einmal disqualifiziert worden war.

"Ich wollte vor heimischem Publikum unbedingt gewinnen und bin endlich auch mal cool geblieben", freute sich der 24-Jährige über Rang zwei im Medaillenrennen. In seinem "Kielwasser" wurde der Oldenburger Tobias Schadewaldt auch insgesamt Dritter.

Nach Bronze und Silber in den Vorjahren feierte die Kieler 49er-Crew Erik Heil und Thomas Plößel ihren ersten Heimsieg.

In drei Finalrennen verteidigten sie ihren großen Vorsprung vom Vortag sicher. Bei einer leichten Brise und strahlendem Sonnenschein behielten sie die härteste Konkurrenz aus Großbritannien und Polen als Vierte, Dritte und Sechste souverän im Griff.

"Der Fluch ist endlich verflogen", meinte Heil, der bei Starkwind zuvor viermal ganz vorne gelandet war. Die hoch gehandelten deutschen 470erFX-Frauen enttäuschten ein wenig. Als beste wurden Victoria Jurczok und Anika Lorenz (Kiel) Dritte.

Lisa Fasselt dagegen verpatzte ihr Medaillenrennen im Laser Radial als Zehnte und Letzte komplett und verpasste damit einen Überraschungserfolg.

Die Essenerin musste die Tagessiegerin Tatjana Droskowskaja aus Weißrussland vorbeiziehen lassen und rettete mit einem Zähler Vorsprung Silber vor Pauline Liebig aus Kiel.

Ebenfalls Silber ging an die sensationellen Tagessieger im 470er, Jan-Jasper Wagner/Dustin Baldewin (Berlin), die die australischen Topfavoriten Mathew Belcher und Will Ryan hinter sich ließen.

Es siegten Mantis Panagiotis und Pavlos Kagialis aus Griechenland. Nur im Nacra 17-Katamaran und im Finn-Dingi blieb das Gastgeberland medaillenlos.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel