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So wollen sie gegen die Steirer jubeln © APA (Krugfoto)

Von der Papierform her gesehen muss sich Tabellenführer Salzburg vor dem Heimspiel gegen Kapfenberg am Samstag (18.00 Uhr) nicht

Von der Papierform her gesehen muss sich Tabellenführer Salzburg vor dem Heimspiel gegen Kapfenberg am Samstag (18.00 Uhr) nicht fürchten. Trainer Huub Stevens richtete dennoch vor dem Duell mit dem Tabellenneunten eindringliche Worte an seine Spieler. Zwar sind die Salzburger seit zwölf Runden ungeschlagen, die Leistungen entsprachen zuletzt aber den hohen Anforderungen des Vereins nicht.

"Wir haben in der Rückrunde nicht nur Mist gebaut", sagte Stevens, erhob aber den verbalen Zeigefinger: "Wenn nur ein Prozent nachgelassen wird, dann bekommen wir wieder Schwierigkeiten." Seinen Zorn nach dem 1:1 gegen Wiener Neustadt am vergangenen Samstag bekamen auch die Spieler hörbar zu spüren. "Dann wird es auch gegen Kapfenberg wieder schwierig."

Die vergangenen Trainingstage dürften den Niederländer aber wieder besänftigt haben. "Jeder hat seinen Teil mitgemacht, den ich von ihm erwartete. Wenn sie das bringen, dann gehen wir als Sieger vom Platz", zeigte sich Stevens überzeugt. "Ich habe überhaupt keine Bedenken. Was ich in dieser Woche gesehen habe, macht mich optimistisch." Die "Bullen" wollen mit einem Sieg die Tabellenführung weiter ausbauen, wären der große Profiteur von einem Remis im Wiener Derby am Sonntag.

Salzburg hat auch die Gelegenheit, einen Club-Rekord einzustellen: In der Red-Bull-Ära hatte noch nie ein Team mehr als 52 Punkte nach 24 Spielen, derzeit hält man bei 49 Zählern.

Kapfenberg zählt rein rechnerisch zwar noch zu den Abstiegskandidaten, hat auf Schlusslicht Kärnten aber schon 16 Punkte Vorsprung. Nicht zuletzt, weil die Truppe von Werner Gregoritsch in vier Frühjahrsspielen noch ungeschlagen ist. Am vergangenen Sonntag düpierte man Rapid vor eigenem Publikum mit einem 2:2, "die letzten Leistungen haben Selbstvertrauen gegeben", sagte Gregoritsch.

"Wir haben uns weiterentwickelt und sind reifer. Es ist schon eine Freude. Für alle im Verein ist das derzeit ein Optimum. Ich bin aber überzeugt, dass noch mehr drin ist", meinte Gregoritsch, der zum 60. Mal auf der Kapfenberger Bank platznehmen und Mario Majstorovic aufgrund von Knieproblemen schonen wird.

Eine neuerliche Sensation wie beim 5:2-Erfolg in Salzburg am 22. November 2008 ist für Gregoritsch zwar erwünscht, aber kaum realistisch. "Damals hat Salzburg unter Co Adriaanse total offensiv gespielt. Jetzt ist es schon so, dass sie wesentlich organisierter sind", sagte der Steirer. "Wir wollen einfach ein gutes Spiel abliefern, freuen uns schon auf die Partie."

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