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Die Siege waren hart erkämpft © APA (Gindl)

Für Lindsey Vonn war der Winter schmerzhaft, aber erfolgreich. Jetzt will die US-Amerikanerin ihrem Körper erst einmal eine

Für Lindsey Vonn war der Winter schmerzhaft, aber erfolgreich. Jetzt will die US-Amerikanerin ihrem Körper erst einmal eine Pause gönnen. "Ich möchte für längere Zeit ins Warme und meine Ski bis August nicht mehr anschnallen", meinte die Saison-Dominatorin, die sich beim Weltcup-Finale in Garmisch-Partenkirchen eine Prellung im rechten Knie zugezogen hatte.

"An meinem Körper ist alles gebrochen, ich möchte ihn jetzt in Ruhe lassen und für ein paar Monate nicht verletzen", so Vonn, die seit Freitag als erste Skifahrerin seit Petra Kronberger (1990-1992) zum dritten Mal in Serie als Gesamtweltcupsiegerin feststeht. Auf den von Annemarie Moser-Pröll gehaltenen Rekord von fünf Siegen en suite (1971-1975) fehlen ihr noch zwei, dafür hat sie als Erste in einer Saison gleich vier Kugeln gewonnen. Neben der Großen für die Gesamtwertung auch jene für die Disziplinen-Siege in Abfahrt, Super-G und Super-Kombination.

Mit ihrem Super-G-Erfolg am Freitag hat Vonn ihre Saison gekrönt und zudem zwei US-Bestmarken aufgestellt. Vonn hat im laufenden Winter elf Weltcup-Siege gefeiert - mit Olympia-Abfahrtsgold waren das sogar zwölf Saisonsiege - und verbesserte damit diese von ihr gehaltene Bestmarke. Außerdem hat sie mit dem insgesamt 33. Weltcup-Triumph Bode Miller hinter sich gelassen.

Vonn hat die Erfolge mit einigen Schmerzen bezahlt. Doch kein Wehwehchen war ihr zu groß, um nicht doch am nächsten Tag am Start zu stehen und oft auch zu gewinnen. Das Image als Draufgängerin und Beißerin hat Vonn im Olympia-Winter fast schon überstrapaziert. Am 28. Dezember hatte sich Vonn bei einem Sturz im Riesentorlauf von Lienz Prellungen im linken Unterarm zugezogen. Im Vorfeld der Olympischen Winterspiele in Vancouver hatte sie mit einer Schienbeinblessur zu kämpfen gehabt. Trotz Schmerzen fuhr Vonn zum heiß ersehnten Olympischen Abfahrts-Gold, ehe sie sich im Olympia-Riesentorlauf bei einem Sturz einen Finger an der rechten Hand brach. Die Knieblessur am Freitag war der Schlusspunkt einer Saison voller Erfolge und Schmerzen.

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