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"Wundertüte" Felix Neureuther © APA (epa)

Einen größeren Gefallen hätten Maria Riesch und Felix Neureuther ihrer Heimat Garmisch-Partenkirchen nicht machen können. Mit

Einen größeren Gefallen hätten Maria Riesch und Felix Neureuther ihrer Heimat Garmisch-Partenkirchen nicht machen können. Mit ihren Erfolgen in den vergangenen Tagen beim Weltcup-Finale auf der Kandahar und auf dem Gudiberg rührten die beiden Skifahrer vom SC Partenkirchen kräftig die Werbetrommel für die alpine Ski-WM 2011 und sorgten für positive Schlagzeilen.

"Das war Wahnsinn, ein Wintermärchen", jubelte Doppel-Olympiasiegerin Riesch, die mit "viel Glück" und drei Punkten Vorsprung auf die Niederösterreicherin Kathrin Zettel zum zweiten Mal in Folge den Slalom-Weltcup eroberte. Zudem hat Riesch die Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen gewonnen und Kathrin Hölzl, ebenfalls vor Zettel, die Riesentorlauf-Kristallkugel nach Deutschland geholt.

"Super. Es ist wirklich perfekt gelaufen", bilanzierte Riesch, die sich im Rennen um den Gesamtweltcup allerdings wieder Lindsey Vonn (USA) geschlagen geben musste. "Nächstes Jahr geht es wieder von Null los, und da will ich wieder versuchen, alles zu geben und vielleicht reicht es dann."

Ganz speziell war das Finale vor der Haustür auch für Neureuther, den Sohn von Rosi Mittermaier und Christian Neureuther. "Ich bin wie eine kleine Wundertüte. Entweder kommt was Großes dabei raus oder gar nichts. Dazwischen gibt es kaum etwas", meinte Neureuther, der in dieser Saison ausgerechnet bei den Slaloms in Kitzbühel und in Garmisch-Partenkirchen die ersten beiden Weltcup-Siege seiner Karriere feierte.

Neureuther hofft, dass die Erfolge bei der WM wiederholt werden können. "Wenn wir das nächstes Jahr nur ansatzweise schaffen, wären alle bestimmt mehr als glücklich. Wir haben die Latte ziemlich hoch gelegt." Wegen einer verlorenen Wetter ließ sich Neureuther am Samstag eine Irokesenfrisur schneiden.

Auch die Österreicher freuten sich mit den Nachbarn mit. "Garmisch-Partenkirchen hätte nichts besseres passieren können als solche Erfolge", erklärte Alpinchef Hans Pum. Und auch Slalom-Weltcup-Sieger Reinfried Herbst meinte: "Das ist für den Skisport in Deutschland eine Riesengeschichte."

Thomas Schmid, der Bürgermeister von Garmisch-Partenkirchen, ist überzeugt, dass die Bürger nicht nur voll und ganz hinter der WM 2011, sondern zum allergrößten Teil auch hinter der Olympia-Bewerbung 2018 stehen. Garmisch-Partenkirchen ist Teil der Münchner Bemühungen. Schmid ist sich bewusst, dass die WM auch hinsichtlich Olympia eine große Rolle spielen kann. "Eine erfolgreiche WM kann ein entscheidender Schritt und Beitrag für die Olympia-Bewerbung sein."

Die Maskottchen, die von Felix Neureuthers kleiner Schwester Amelie designt wurden, sind zwei Schneebälle. Der "weibliche" Schneeball ist mit roter Haube, roten Handschuhen und roten Stiefeln ausgestattet und steht für den Skiclub Garmisch, der "männliche" ist in blau gehalten und steht für den Skiclub Partenkirchen. Die Maskottchen treten immer als Duo auf und sollen die Harmonie zwischen den beiden Ortsteilen symbolisieren. Die Veranstalter erhoffen sich pro Bewerb 15.000 Zuschauer, die geografische Nähe zu Österreich kann dabei nur von Vorteil sein.

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