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Louis van Gaal kann mit seiner Elf vorlegen © APA (Archiv/dpa)

Bayern München will am Samstag einen weiteren Schritt in Richtung Doublegewinn machen. Drei Tage nach dem Aufstieg ins

Bayern München will am Samstag einen weiteren Schritt in Richtung Doublegewinn machen. Drei Tage nach dem Aufstieg ins DFB-Cup-Finale (1:0 nach Verlängerung gegen Schalke 04) geht es für die Elf von Coach Louis van Gaal im Bundesliga-Heimspiel gegen den VfB Stuttgart darum, den knappen Vorsprung auf die beiden Verfolger Schalke und Bayer Leverkusen auch nach der 28. Runde zu wahren.

Die Bayern (David Alaba wohl wieder auf der Bank) können am Samstag (15.30 Uhr) zuerst vorlegen und haben auch den Vorteil, dass die beiden härtesten Titelrivalen drei Stunden später im direkten Duell in Leverkusen aufeinandertreffen.

Die Statistik spricht klar für die Hausherren, immerhin konnten die Stuttgarter in 42 Versuchen nur viermal in München gewinnen, in den vergangenen neun Spielen gab es acht Niederlagen. Den bisher letzten Sieg des VfB gab es am 24. September 1999. Auf die leichte Schulter wird der Gegner trotzdem nicht genommen. "Stuttgart hat eine Mannschaft mit vielen spielstarken Spielern", sagte Van Gaal.

Stöhnen über die Dreifachbelastung will der Niederländer nicht. "Wir müssen froh sein, dass wir immer noch in drei Wettbewerben sind. Das ist eine große Leistung. Und wir wollen alle drei Wettbewerbe gerne gewinnen", sagte der Bayern-Trainer, der weiter auf den verletzten Stürmer Mario Gomez verzichten muss. Trotz des bevorstehenden Viertelfinal-Hinspiels in der Champions League gegen Manchester United gilt die vollste Konzentration dem Meisterschaftsspiel. "Wir müssen die Gedanken fokussieren auf Stuttgart", betonte Van Gaal, dessen Spieler nach dem Cup-Auftritt sehr müde waren.

Die siebentplatzierten Stuttgarter wissen, wen es auszuschalten gilt. "Robben ist überragend, vielleicht in der Form seines Lebens", sagte VfB-Coach Christian Gross. Der niederländische Starspieler hatte den 17. Einzug ins Cup-Finale der Bayern mit einer Einzelleistung im Alleingang sichergestellt. "Bei einem Sieg vergisst man die Zusatzarbeit", sagte der Schweizer Coach auf die Doppelbelastung des Gegners angesprochen.

Stoppen soll Robben dessen Landsmann Khalid Boulahrouz, der den trickreichen Offensivspieler aus gemeinsamen Zeiten beim englischen Topclub Chelsea und der Nationalmannschaft kennt. Boulahrouz hat allerdings diese Saison nur dreimal gespielt und war schon seit fünf Monaten nicht mehr in der Stammformation gestanden. "Es gibt genügend Argumente, dass Boulahrouz spielt. Er wird sicher sehr motiviert sein", meinte Gross.

Die Stuttgarter wollen mit einer Überraschung noch die Chance auf einen Europa-League-Platz wahren. Auf Rang fünf, der fix einen Platz im internationalen Geschäft mit sich bringt, liegt derzeit Werder Bremen. Die Elf von Chefcoach Thomas Schaaf bekommt es im Weser-Stadion mit dem abstiegsbedrohten 1. FC Nürnberg zu tun. Sebastian Prödl dürfte dabei von Beginn an für den gesperrten Brasilianer Naldo zum Zug kommen. "Er ist die erste Option auf der Innenverteidiger-Position, er fühlt sich dort am wohlsten", sagte Schaaf.

Der FSV Mainz 05 empfängt mit Andreas Ivanschitz im Tabellennachbarschaftsduell des Neunten mit dem Zehnten den VfL Wolfsburg. Erst am Sonntag spielt 1899 Hoffenheim gegen den Vorletzten SC Freiburg. Andreas Ibertsberger erinnert sich nur ungern an das letzte Meisterschaftsduell zurück, im "Hinspiel" in Freiburg (1:0) hatte sich der Abwehrspieler bei einem Zweikampf mit Banovic Brüche des Jochbeins, der Augenhöhle und der Kieferhöhle zugezogen.

Bereits am Freitagabend traf Christian Fuchs mit dem VfL Bochum auf Eintracht Frankfurt und Ümit Korkmaz.

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