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Rooney ist seit Ronaldos Abgang aufgeblüht © APA (epa)

Die Rauflust hat Wayne Rooney abgelegt, sein Rüpel-Image ist Vergangenheit. Aus dem jähzornigen Jahrhunderttalent von

Die Rauflust hat Wayne Rooney abgelegt, sein Rüpel-Image ist Vergangenheit. Aus dem jähzornigen Jahrhunderttalent von Manchester United ist ein seriöser Weltklassestürmer geworden. Seine eindrucksvolle Saisonbilanz: 33 Pflichtspieltore für den englischen Fußball-Rekordmeister, 20 Millionen Euro Jahreseinkommen und ein geschätzter Marktwert von 65 Millionen Euro.

Im Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League am Dienstag geht es in München gegen die Bayern. "Bayern ist stark, aber wir haben vor keinem Team Angst", sagte Rooney, der 2009/10 im europäischen Club der Besten bereits getroffen - alle vier Tore schoss er im Achtelfinale gegen die vermeintlichen Defensivspezialisten des AC Milan.

Die Weltpresse verneigt sich vor dem derzeit besten Angreifer der Welt neben Barcelonas Argentinier Lionel Messi. Die "New York Times" erhob ihn zu "Englands Hoffnungsträger", Italiens Fachblatt "La Gazzetta dello Sport" nannte den Sohn eines Preisboxers einen "Unheimlichen mit roten Haaren".

"Wayne ist magisch zurzeit", lobte auch Englands Nationaltrainer Fabio Capello. Bayerns Ex-Coach Jürgen Klinsmann genießt Rooneys "Tor- und Titelgier", und Bayerns Ehrenpräsident Franz Beckenbauer traut ihm zu, "in dieser Form sogar England zum WM-Triumph führen zu können".

Der Abgang des Portugiesen Cristiano Ronaldo zu Real Madrid war für Rooneys Leistungsexplosion ein Segen. Statt als hängende Spitze auf den Flügeln Kraft zu vergeuden, kann er jetzt in der Sturmmitte seinen dynamischen Zug zum Tor ausspielen.

2008 heiratete er seine langjährige Freundin Coleen, seit November 2009 ist er Vater. "Als Vater ändert sich das Leben", verriet Rooney, "ich bin ruhiger geworden." Auf dem Platz verwandelt sich diese neue innere Stabilität in unnachahmliche Angriffswucht.

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