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Es drängt sich kein Nachfolger auf © APA (epa)

Gut zwei Monate vor dem Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika reißt die Trainerdiskussion im Lager von

Gut zwei Monate vor dem Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika reißt die Trainerdiskussion im Lager von Titelverteidiger Italien nicht ab. "Verbandspräsident Abete weiß schon, was ich nach der WM machen werde", sagte Teamchef Lippi. Dies interpretierte die "Gazzetta dello Sport" am Dienstag als Rücktrittsankündigung des Weltmeistermachers von 2006.

Abete hatte vor der WM Klarheit gefordert, um eine Situation wie vor der EM 2008 in Österreich und der Schweiz zu vermeiden. Damals startete Roberto Donadoni geschwächt ins Turnier. Nur im Falle einer erfolgreichen EM-Teilnahme wollte der Verband Donadonis Vertrag verlängern. Die Azzurri schieden im Viertelfinale nach Elfmeterschießen gegen den späteren Europameister Spanien aus. Donadoni wurde von seinem Vorgänger Lippi abgelöst.

Sollte der nun nach der WM seinen Hut nehmen, kämen eine ganze Reihe von Kandidaten für seine Nachfolge infrage: Lange wurde Cesare Prandelli als Favorit gehandelt. Dem Coach der AC Fiorentina wird jedoch nun ein Wechsel zu Juventus Turin nachgesagt. Auch der oft genannte Claudio Ranieri scheint nach seinen großen Erfolgen mit der AS Rom lieber beim Club von Luca Toni bleiben zu wollen. Alberto Zaccheronis Aktien sind gefallen, weil er bisher als Übergangstrainer bei Juve eher enttäuscht hat.

Für viele der Wunschkandidat Nummer eins ist immer noch Chelsea-Coach Carlo Ancelotti. Der kann jedoch überall mehr verdienen, als bei der Squadra Azzurra, wo er nur rund 1,5 Millionen Euro bekommen würde. Sollte kein gestandener Trainer gefunden werden, käme laut Gazzetta auch Arrigo Sacchi als Übergangslösung infrage. Der Ex-Teamchef und Vize-Weltmeister 1994 könne mit seiner großen Erfahrung und seiner Reputation an Lippi anschließen und einen jungen Trainerstab aufbauen.

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