vergrößernverkleinern
HSV empfängt Standard Lüttich © APA (Archiv/Pfarrhofer)

In der Champions League ist mit Real Madrid der Hausherr des Endspiels am 22. Mai im Bernabeu-Stadion schon ausgeschieden. In der

In der Champions League ist mit Real Madrid der Hausherr des Endspiels am 22. Mai im Bernabeu-Stadion schon ausgeschieden. In der Europa League, deren erste Trophäe am 12. Mai in der Hamburger Nordbank-Arena entschieden wird, befinden sich die Gastgeber hingegen noch im Bewerb. Rapid-Bezwinger HSV empfängt am Donnerstagabend den Salzbug-Bändiger Standard Lüttich zum Viertelfinal-Hinspiel.

"Wir haben die einmalige Chance, ein Europacup-Endspiel im eigenen Stadion zu bestreiten", beschwor HSV-Vorsitzender Bernd Hoffmann nach einer einstündigen Aussprache zwischen Spielern, Trainer und Vorstand alle Kräfte zu mobilisieren, um die Hürde gegen den belgischen Meister zu nehmen. Nach der mageren Bilanz in der Liga mit nur drei Siegen in elf Runden, ziehen die Hanseaten aber sicher nicht als Favorit in den Kampf.

Die Belgier haben national das Meister-Play-off als Tabellenachter zwar verpasst, aber nicht nur die Salzburger auf ihrer internationalen Abschussliste. "Sie hatten starke Auftritte, u.a. in Athen gegen Panathinaikos 3:1 gewonnen. Jeder muss Verantwortung übernehmen", warnte der umstrittene HSV-Trainer Bruno Labbadia, dem angeblich schon DFB-Teamchef Joachim Löw als Nachfolger im Nacken sitzen soll.

Dass der belgische Liga-Rivale RSC Anderlecht im Achtelfinale den HSV (Gesamtscore 6:5) gehörig ins Schwitzen gebracht hat, macht Standard-Trainer Dominique D'Onofrio Mut. "Nach der Leistung gegen die Violetten aus Brüssel scheint eine lösbare Aufgabe vor uns zu liegen", gab sich der Italiener vor dem Hamburg-Auftritt recht zuversichtlich.

Im Viertelfinale sind Deutschland, England und Spanien mit noch je zwei Vereinen vertreten. Der deutsche Meister VfL Wolfsburg muss in den Westen Londons zum Fulham FC (20.05 Uhr/live Kabel 1), der im Sechzehntelfinale Schachtjor Donezk (Gesamtscore 3:2) und im Achtelfinale den Manninger-Club Juventus Turin (5:4) eliminiert hat. Sowohl die "Wölfe" als auch die daheim in 14 Partien noch unbesiegten Briten stehen erstmals im Europacup unter den letzten Acht.

Zu einem rein spanischen Kräftemessen kommt es zwischen Valencia CF und Atletico Madrid. Die Bilanz seit dem ersten Duell der beiden Vereine im Jänner 1935 verspricht eine enge Sache. In dieser Liga-Saison erreichten die Hauptstädter auswärts ein 2:2 und gewannen daheim klar 4:1. Vielleicht auch deshalb, weil damals Torjäger David Villa gefehlt hat.

In der vierten Partie des Abends hat Benfica Lissabon den Liverpool FC zu Gast. Der portugiesische Tabellenführer hat seine jüngsten drei Duell mit den Männern aus der "Beatles"-Stadt gewonnen. Benfica und der fünffache Europacup-Sieger von der Insel trafen im Viertelfinale schon zweimal aufeinander, wobei sich sich die "Reds" auf dem Weg zu ihren Meistercup-Triumphen (1978, 1984) jeweils durchsetzten.

Die Europa League ist der Nachfolge-Bewerb des UEFA-Cups, dessen letzte Auflage 2009 Schachtjor Donezk für sich entscheiden hat. Die Ukrainer schlugen am 20. Mai in Istanbul den deutschen Cupsieger Werder Bremen 2:1 nach Verlängerung, wobei der Österreicher Sebastian Prödl in den Reihen der Hanseaten 90 Minuten in der Innenverteidigung im Einsatz war.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel